Mehr Nachrichten aus Stadt
23. Oktober 2012 16:34; Akt.: 23.10.2012 16:50

„Asylgipfel“: Salzburg soll 170 Asylwerber aus Traiskirchen aufnehmen

Salzburg soll zusätzlich 170 Personen aufnehmen, Darauf einigten sich Bund und Länder am Dienstag beim "Asylgipfel" im Bundeskanzleramt. Salzburg soll zusätzlich 170 Personen aufnehmen, Darauf einigten sich Bund und Länder am Dienstag beim "Asylgipfel" im Bundeskanzleramt. - © APA/Herbert Pfarrhofer
 Die Bundesländer sollen bis Ende November 1.000 Asylwerber aus dem mit rund 1.400 Personen überfüllten Erstaufnahmezentrum Traiskirchen übernehmen. Salzburg soll 170 Personen aufnehmen.

alt Korrekturen melden

Darauf einigten sich Bund und Länder am Dienstag beim “Asylgipfel” im Bundeskanzleramt. Die Länder sollen dafür neue Privatquartiere organisieren. Ist dies in einem Bundesland nicht möglich, so wird der Bund provisorische Quartiere organisieren.

Quote zu 88 Prozent einhalten

Die Vertreter von Bund und Ländern unterzeichneten im Bundeskanzleramt ein entsprechendes Memorandum. In die Pflicht genommen werden sollen vor allem jene Länder, die die Quote bisher deutlich untererfüllt haben, betonte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) nach dem Gipfel. Im Memorandum ist festgelegt, dass die Bundesländer ihre Quoten zumindest zu 88 Prozent einhalten müssen. Damit steht für Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und das Burgenland bis 30. November eine Reduzierung ihrer Rückstände an.

780 Asylwerber auf sechs Länder verteilt

Auf diese sechs Länder sollen 780 Asylwerber aus Traiskirchen verteilt werden. Die auf das Ziel von 1.000 Personen fehlenden 220 Asylwerber werden dem Plan zufolge in den drei anderen Ländern untergebracht werden. Genaue Zahlen wurden für diese Länder keine festgelegt, da diese die Quote ohnehin zu mehr als 88 Prozent erfüllen (Steiermark fast 95 Prozent, Niederösterreich und Wien zu mehr als 100 Prozent).

Salzburg soll 170 Personen aufnehmen

Am stärksten zum Abbau beitragen soll Oberösterreich, das zumindest 250 Asylwerber übernehmen soll. Salzburg soll zusätzlich 170 Personen aufnehmen, Kärnten 150, Tirol 110, Vorarlberg 80 und das Burgenland 20.

Die übrigen Landeschefs bezeichneten die Lösung als realisierbar. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) betonte aber, es werde “nicht einfach” werden. Geprüft werde derzeit, ob eine Kaserne als Unterbringungsmöglichkeit in Frage kommt, sagte er. Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (S) hält die Zielvorgabe für sein Bundesland für machbar.

Bund springt wenn nötig ein

Wo nötig, wird jedenfalls der Bund einspringen: Dazu könnten Kasernen geöffnet oder Container aufgestellt werden, wie sie auch schon für Schulen oder Kindergärten genutzt werden, sagte Mikl-Leitner. Eventuellen Bedarf für Hilfe des Bundes sieht die Ministerin etwa in Salzburg und Oberösterreich. Diese Hilfe des Bundes sollte aber nur eine Übergangslösung sein, betonte Bundeskanzler Werner Faymann (S). Ziel sei es, dass die Länder die Plätze aus eigener Kraft heraus organisieren.

Strache: “Falscher Weg”

Von einem “falschen Weg” sprach FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache. Ziel müsse sein, die Zahl der Asylsuchenden zu reduzieren. BZÖ-Obmann Josef Bucher forderte, dass innerhalb von 72 Stunden eine Erstabklärung stattfinden müsse, ob ein Asylwerber Aufenthalt in Österreich bekommen kann oder nicht.

Grüne werten positiv

Die Grünen werteten es zwar als positiv, “dass die Bundesländer ihre Verantwortung endlich wahrnehmen”. Gleichzeitig bemängelte die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun, dass es “offensichtlich überhaupt keinen Lösungsansatz für kindgerechte Versorgung von Minderjährigen” gebe. (APA)



Kommentare 0

Neuen Kommentar schreiben

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

Mehr auf Salzburg24.at
Motorradlenker nach Sturz in der Imbergstraße verletzt
Wegen eines ausparkenden Taxi-Lenkers musste Mittwochvormittag in der Imbergstraße ein Motorradlenker plötzlich [...] mehr »
Reisebus bleibt in Klausentor stecken
Ein Lenker eines deutschen Doppeldecker-Reisebusses dürfte am Mittwochnachmittag die Höhe seines Gefährts  [...] mehr »
Padutsch: “Teure Maßnahmen für geringe Effekte” bei Verkehrsregelung
Baustadträtin Claudia Schmidt möchte nach dem Sommer die Variante 4 für die Innenstadtregelung umsetzen, die eine [...] mehr »
Uni und PH bieten in Salzburg gemeinsame Summer School
Die Universität und die Pädagogische Hochschule (PH) in Salzburg gehen bei der Weiterbildung von Lehrern gemeinsame [...] mehr »
Itzling: Uneinsichtiger Pkw-Lenker geht auf Beamtinnen los
Uneinsichtig zeigte sich am Dienstagabend ein 65-jähriger Pkw-Lenker bei einer Kontrolle der Polizeiinspektion Itzling [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren