100.000 Euro für Kokain abgezweigt: Ex-Tankstellenleiterin geständig

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Die Angestellte soll jeden Monat rund 2.500 Euro abgezeigt haben.
Die Angestellte soll jeden Monat rund 2.500 Euro abgezeigt haben. - © Bilderbox
Ihren Kokain-Konsum hat eine Tankstellenleiterin in Salzburg mit dem Geld aus der Kasse und aus Spielautomaten finanziert. Laut Anklage entstand dem Arbeitgeber ein Schaden von rund 116.000 Euro im Zeitraum Ende 2010 bis Mai 2014. Sie wurde zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten bedingt verurteilt.

Das Urteil ist laut Sprecherin des Landesgerichtes Salzburg, Christina Rott, bereits rechtskräftig. Die Angeklagte war geständig.

Geld für Kokain ausgegeben

Den größten Teil des veruntreuten Geldes habe sie für Kokain ausgegeben, sagte die Angeklagte. Im Jahr 2012 habe sie drei- bis viermal in der Woche zwischen zwei und drei Gramm konsumiert und dafür zwischen 200 und 300 Euro gezahlt. “So ist das Arbeiten leichter gegangen. Durch den Stress – 2012 war das ganz extrem – bin ich auf die schiefe Bahn abgedriftet”, schilderte die aus dem Flachgau stammende Salzburgerin.

2.500 Euro monatlich gestohlen

Im Zeitraum von dreieinhalb Jahren hat sie als Stationsleiterin der Tankstelle rund 2.500 Euro monatlich abgezweigt, rechnete die Vorsitzende des Schöffensenates am Landesgericht Salzburg, Richterin Bettina Maxones-Kurkowski, der Beschuldigten vor. “Das ist schon viel Geld. Das ist noch einmal so viel, wie Sie jetzt verdienen.” Seit September hat die 28-Jährige einen Teilzeitjob in einer Trafik.

Tankstellenleiterin fristlos entlassen

Die Angeklagte (Verteidiger: Roman Moser) bekannte sich zu einem abgezweigten Betrag von insgesamt 99.000 Euro aus der Kasse und rund 3.000 Euro aus Spielautomaten der Tankstelle schuldig. Damit der Schwindel nicht auffällt, habe sie die Tageslosung immer erst nach ein paar Tagen bei der Bank eingezahlt. Zweimal habe sie die fehlenden 99.000 Euro heuer auf Gutscheine gebucht und dann auf Bar zurückgebucht, schilderte die Frau. Als die Veruntreuung Mitte Mai ans Tageslicht kam, wurde die Angestellte fristlos entlassen. Als Geschädigter trat bei dem Prozess die Doppler Mineralöle Gesellschaft mit Sitz in Wels auf. Ein Urteil steht noch aus.

 

(APA)

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