104 Mio. Euro für unterernährte Kinder im Sudan benötigt

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Lage der Kinder wird durch Epidemien und Dürren verschärft
Lage der Kinder wird durch Epidemien und Dürren verschärft - © APA (AFP)
Angesichts der weitverbreiteten Unterernährung von Kindern im Sudan hat das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF zu Spenden in Höhe von 110 Millionen Dollar (rund 104 Millionen Euro) aufgerufen. Zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren in dem afrikanischen Land litten unter akuter Unterernährung, teilte der sudanesische UNICEF-Ableger am Mittwoch mit.

Die Lage der Kinder werde durch Vertreibungen, Epidemien und extreme Wetterbedingungen wie Überschwemmungen oder Dürren noch verschärft. 13 Prozent aller unterernährten Kinder in Afrika leben demnach im Sudan.

Der Organisation zufolge sind zwei Millionen Kinder im Sudan Vertriebene der Gewalt in den verschiedenen Krisenregionen des Landes. Viele seien von ihren Familien getrennt worden und Ziel von Übergriffen. Rund drei Millionen Kinder haben demnach keinen Zugang zu Schulbildung, die Hälfte von ihnen lebt in den Konfliktgebieten.

Zwar hat der Sudan in den vergangenen Jahren Fortschritte in vielen lebensrettenden Bereichen gemacht, laut UNICEF haben aber noch immer 24 Millionen Menschen in dem Land keinen Zugang zu angemessenen Sanitäreinrichtungen. Sechs Millionen Kinder mangelt es an sauberem Trinkwasser.

(APA/ag.)

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