22. September 2011 15:31; Akt.: 22.09.2011 15:31

110 Original-Radierungen – Rembrandt im Salzburger Barockmuseum

Die Druckgrafik-Ausstellung von Rembrandt ist ab Freitag im Salzburger Barockmuseum zu sehen. Die Druckgrafik-Ausstellung von Rembrandt ist ab Freitag im Salzburger Barockmuseum zu sehen. - © APA/ ALTE GALERIE, UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM, GRAZ
Im Salzburger Barockmuseum ist ab Freitag eine Druckgrafik-Ausstellung von Rembrandt (1606-1669) zu sehen. Die 110 Original-Radierungen des niederländischen Großmeisters stammen aus dem Grazer Joanneum, wo sie zum 400-Jahre-Jubiläum des Künstlers gezeigt wurden.

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Es ist dies die bisher am höchsten versicherte und demzufolge wertvollste Ausstellung in der Geschichte des Barockmuseums. Geöffnet bleibt die Schau bis zum 4. Dezember.

Alle Arbeiten dieser Ausstellung sind Originale, das heißt Rembrandt selbst hat die Blätter von einer geritzten Kupferplatte auf Papier kopiert. “Wir haben die Wasserzeichen jedes einzelnen Plattes geprüft”, sagte Ausstellungskuratorin Karin Leitner-Ruhe vom Joanneum. “Da es die Druckplatten in vielen Fällen noch gibt, tauchen immer wieder Nachdrucke auf, die nicht als Original gelten. Auch wir mussten eine Reihe von Blättern ausscheiden.”

Die Radierungen Rembrandts sind allesamt mehr als bloß Skizze für den Maler. Sie sind eigenständige Kunstformen, die Rembrandt technisch perfektioniert hat. Die Salzburger Ausstellung ist in Porträts, Selbstporträts, Alltagsszenen und Landschaften gegliedert. 85 der 110 Druckgrafiken sind dem Joanneum 1871 vom Sammler Joseph Ritter von Heintl überlassen worden.

Als besonders heikel sind die Lichtverhältnisse einzustufen. Wie bei Grafik-Ausstellungen dieser Art üblich, ist eine Lichtstärke von maximal 50 Lux zulässig, um die Kunstwerke vor dem Ausbleichen zu schützen. Im Barockmuseum kommt erschwerend dazu, dass die bald 40 Jahre alte Beleuchtungsanlage nicht präzis steuerbar ist, sodass einige Blätter förmlich im Dunklen liegen. Nach jeder Ausstellung werden die Rembrandt-Druckgrafiken für zumindest zwei Jahre “zur Erholung” im Dunkel gelagert. (APA)



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