13 Tote bei Anschlägen in Pakistan

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Bewaffnete Männer eröffneten das Feuer
Bewaffnete Männer eröffneten das Feuer
Bombenanschläge auf Schiiten, Sicherheitskräfte und einen hochrangigen Politiker haben am Donnerstag die südwestpakistanische Stadt Quetta erschüttert. Beim schwersten Angriff auf Schiiten in Pakistan seit Monaten sind acht Angehörige der religiösen Minderheit getötet worden.


Fünf maskierte Bewaffnete auf Motorrädern hätten einen Bus mit Schiiten am Rande der Stadt gewaltsam gestoppt, sagte ein Polizeisprecher. Sie hätten die Opfer dann herausgezwungen und einzeln erschossen.

Ebenfalls in Quetta entkam der Chef der islamistischen Partei JUI-F, Maulana Fazlur Rehman, knapp einem Anschlag. Nach Angaben der Provinzpolizei sprengte sich ein Selbstmordattentäter nahe seinem Auto in die Luft. Die Explosion tötete drei Menschen, darunter auch den Täter, und verletzte 15 weitere. Rehman überlebte in seinem gepanzerten Fahrzeug.

Die JUI-F ist Koalitionspartner der Muslimliga PML-N des Premierministers Nawaz Sharif. Auf Rehman wurden bereits in der Vergangenheit Sprengstoffattentate verübt, denen er jedes Mal unverletzt entging.

Zu den beiden Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Radikale Sunnitengruppen wie die mit dem Terrornetz Al-Kaida verbundene Organisation Lashkar-e-Jhangvi verüben in Pakistan immer wieder Angriffe auf die schiitische Minderheit. Der Angriff auf den Bus war der schwerste auf Schiiten, seit die Armee im Juni eine Offensive gegen radikalislamische Terrorgruppen im nordwestpakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan begonnen hat.

Zwei Menschen starben zudem bei der Detonation einer am Straßenrand deponierten Bombe in Quetta. Sie zündete laut Polizei, als ein Fahrzeug der paramilitärischen Grenztruppen FC vorbeifuhr. 14 Menschen wurden verletzt. Auch bei diesem Angriff blieben die Täter zunächst unbekannt. Oft greifen nationalistische Milizen in der Provinz Baluchistan Sicherheitskräfte an. Sie werfen der Regierung eine Ausbeutung der rohstoffreichen Region vor.

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