139 Menschen starben 2014 in Österreichs Bergen

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Trügerische Idylle fordert immer wieder Tribut
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In Österreichs Bergen sind in der heurigen Sommersaison 139 Menschen bei Alpinunfällen ums Leben gekommen, 28 davon in Salzburg. Damit liege man deutlich unter dem langjährigen Schnitt, erklärte das Kuratorium für Alpine Sicherheit am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Insgesamt 2.977 Menschen verunfallten heuer im Alpinen Raum. Im Jahr 2013 waren es noch 2.996.

“So gesehen habe ich nichts dagegen, wenn die Sommer feuchter und nässer sind”, spielte Kuratoriums-Präsident Karl Gabl auf den wesentlichsten Grund für die, wenn auch zahlenmäßig geringfügigen, Rückgänge an. Die meisten tödlichen Unfälle passierten beim Bergwandern (66), gefolgt vom Mehrseillängenklettern (13), den Hochtouren (4) und den Klettersteig-Touren (3). Der Rest verteilt sich auf andere Unfälle im Alpinen Raum.

 

Die Bergunfälle im Sommer 2014. /APA Die Bergunfälle im Sommer 2014. /APA ©

 

44 Prozent der tödlichen Unfälle waren auf Abstürze durch Stolpern oder Ausrutschen zurückzuführen. In 41 Prozent der Fällen führte Herz-Kreislaufversagen zum Tod. 47 Prozent der ums Leben gekommenen Bergwanderer waren Inländer, gefolgt von den Deutschen mit 44 Prozent.

28 tödliche Unfälle in Salzburg

Die meisten tödlich verunfallten Alpinisten gab es mit 52 in Tirol, gefolgt von Salzburg mit 28. Den stärksten Rückgang an tödlich Verunglückten gab es in der Steiermark (-40 Prozent) und Vorarlberg (-38 Prozent), den meisten Zuwachs in Salzburg (+75 Prozent)

1.525 Personen verunfallten heuer beim Bergwandern, nach 1.563 im Jahr zuvor. Die Verunfallten beim MSL-Klettern nahmen signifikant ab, von 263 im Jahr 2013 auf nunmehr 222. Bei den Hochtouren waren es 68 Alpinisten (Sommersaison 2013: 70). Die Verunglückten auf den Klettersteigen nahmen von 149 auf 188 zu.

Mehr Unfälle auf Klettersteigen

Ein negativer “Ausreißer” bei den verschiedenen Aktivitäten im Alpinen Raum waren Unfälle auf Klettersteigen. Die dortige Zunahme der Verunglückten um 26 Prozent sei auf den nach wie vor anhaltenden Klettersteig-Boom zurückzuführen, erklärte Gabl. Es werde in diesem Bereich zwar eine normgerechte Ausrüstung verwendet, aber viele seien vor den Touren “einfach nicht in der Lage, die Schwierigkeitsbewertung zu lesen”, meinte der Leiter der Alpinpolizei in Tirol, Norbert Zobl. Auch der Klettersteigbau gehe seiner Ansicht nach in eine falsche Richtung. “Es soll immer schwieriger werden”, kritisierte Zobl. (APA)

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