15 Fahrradhelme im Test: Kein “Sehr Gut”

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Immer mehr Radfahrer setzen einen Helm auf. (Symbolbild)
Immer mehr Radfahrer setzen einen Helm auf. (Symbolbild) - © Bilderbox
Wie wichtig ein Fahrradhelm sein kann, zeigt sich oftmals wenn es bereits zu spät ist. Der ÖAMTC hat kürzlich 15 Modelle für Erwachsene unter die Lupe genommen. Ein “Sehr Gut” gab es demnach für keinen der Helme, teilte der Verkehrsclub in einer Presseaussendung mit.

Wichtig ist in erster Linie bei einem Fahrradhelm, dass man sich für den Kauf Zeit nimmt. “Ein Helm passt erst dann richtig, wenn er beim Vorbeugen auf dem Kopf bleibt, auch wenn das Schloss offen ist”, lautet der erste Tipp von ÖAMTC-Techniker Stefan Kerbl. Beim Kauf sollte man zudem auch auf gute Sichtbarkeit im Dunkeln achten. Das heißt, dass der Helm über Reflektoren verfügt und eine möglichst helle Farbe haben sollte. Nach einem Sturz muss der Helm unbedingt ausgetauscht werden, auch wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind. “Bei der Verwendung von Fahrradhelmen sollten Erwachsene immer auch an ihre Vorbildwirkung denken”, appelliert Kerbl abschließend an alle Radfahrer, nie ohne Kopfschutz los zu starten.

Getestete Helme kosten zwischen 30 und 140 Euro

Die Preisunterschiede der getesteten Helme sind beträchtlich, kosten sie im Handel doch zwischen 30 und 140 Euro. Der Testsieger – Casco Activ 2 – liegt mit 80 Euro preislich im oberen Mittelfeld. “Dass ein guter Helm allerdings nicht teuer sein muss, zeigen die beiden nächsten Helme in der Rangliste”, erläutert Kerbl. “Der Cratoni Pacer sowie der Lazer Beam MIPS schlagen mit 60 beziehungsweise 55 Euro zu Buche.” Mit dem Bell Annex MIPS (140 Euro) erreicht lediglich ein Helm über 100 Euro ein “gut”. Sowohl der Abus In-Vizz Ascent (130 Euro), der POC Crane Commuter“ (130 Euro) sowie der KED Berlin (120 Euro) kamen nicht über ein “befriedigend” hinaus. Die günstigsten Helme im Test, der Btwin BH 500 (30 Euro) sowie der Prophete 770/771 (32 Euro) wurden ebenfalls mit “befriedigend” bewertet und brauchen somit den Preis-Leistung-Vergleich nicht scheuen. Am Schluss des Feldes findet sich mit dem Overade Plixi übrigens der einzige zusammenklappbare Helm im Test. “Überzeugen kann er jedoch lediglich in diesem Punkt”, stellt der Experte fest. “Sowohl im ‘Unfallschutz’ als auch bei ‘Komfort und Handhabung’ erreichte der Klapphelm lediglich ein ‘genügend’.”

Mehr Sicherheit durch MIPS?

Drei der 15 getesteten Modelle – Lazer Beam MIPS, Bell Annex MIPS und Giro Revel MIPS – verfügen zudem über ein zusätzliches Sicherheitssystem für Helme. “Das Multidirectional Impact Protection System (MIPS) bietet Schutz bei Aufschlägen mit unterschiedlichen Bewegungsrichtungen”, erläutert Kerbl weiter. Beim MIPS handelt es sich um einen Innenhelm, der flexibel mit elastischen Verbindungselementen an der Außenschale befestigt und somit von Herstellern problemlos in jedes Helmdesign integriert werden kann. “Da wir in unseren Tests momentan nur geradlinige Stöße abbilden können, ist das volle Potenzial von MIPS noch nicht darstellbar”, führt er aus.

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