10. August 2012 13:19; Akt.: 10.08.2012 13:19

18-jähriger Chinese soll Niere für iPhone und iPad verkauft haben

Nierentransplantation für iPhone: Bericht: Fünf Beschuldigte wegen Körperverletzung angeklagt. Nierentransplantation für iPhone: Bericht: Fünf Beschuldigte wegen Körperverletzung angeklagt. - © APA/dpa
In China soll ein junger Mann eine seiner Nieren an Organhändler verkauft haben, um sich ein iPhone und ein iPad leisten zu können. Wegen des Vorfalls stehen ein Chirurg und vier andere Beschuldigte in der Stadt Chenzhou in der Provinz Hunan vor Gericht.

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Dies berichtet die Zeitung “China Daily” am Freitag. Ihnen drohten wegen Körperverletzung und illegalen Organhandels drei bis zehn Jahre Haft. Der 18-jährige Spender Wang Shangkun soll sich wegen der bereits im vergangenen Jahr vorgenommenen illegalen Organentnahme in ernstem Zustand befinden.

Mutter bestreitet Vorwürfe

Wang soll die Organhändler über das Internet kontaktiert und eingewilligt haben, eine Niere zu spenden. Die Mutter des 18-Jährigen bestritt vor Gericht laut “China Daily”, dass ihr Sohn die Niere verkaufte, um sich die Apple-Geräte zu kaufen. Er sei von den Organhändlern “verführt” worden und habe dann womöglich Angst bekommen, mit so viel Geld erwischt zu werden. Er habe sich deswegen das Smartphone und den Tabletcomputer gekauft.

Wangs Niere wurde für umgerechnet 27.000 Euro verkauft. Laut “China Daily” erhielt Wang selbst nur umgerechnet 2.800 Euro für das Organ. Laut der Zeitung “Changsha Evening News” will Wang Schmerzensgeld in Höhe von rund 355.000 Euro erstreiten.

Schwunghafter Organhandel

Laut der Nachrichtenagentur Xinhua benötigen jedes Jahr mehr als 1,5 Millionen Chinesen eine Transplantation, wegen des Mangels an Organen können jedoch nur etwa 10.000 Operationen vorgenommen werden. Die hohe Nachfrage und die geringe Zahl an Spendern hat dem Gesundheitsministerium in Peking zufolge zu einem schwunghaften illegalen Organhandel geführt. Anfang August meldeten die Behörden die Festnahme von 137 Menschen bei landesweiten Razzien wegen des Verdachts auf Organhandel.

(APA)



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