#1Blick: Warum der erste Online-Mord noch heuer passieren kann

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Laut Europol könnte sich der erste Online-Mord noch diese Jahr ereignen.
Laut Europol könnte sich der erste Online-Mord noch diese Jahr ereignen. - © Bilderbox/Symbolbild
Jemanden über das Internet umzubringen, ist das möglich? Laut Europol schon, die Polizeibehörde macht sogar weiter Angst und gibt an, der erste Online-Mord könne noch 2014 passieren. Das Web der Dinge macht’s möglich.




Das Internet bestimmt bereits große Teile unseres Alltages. Immer häufiger kommen neue Trends auf, manche weisen auf Krankheiten hin, andere zeigen Dummheit als Krankheit, wie zuletzt die Cactus Munch Challenge. Nun warnt Europol jedoch davor, dass bis zum Ende 2014 der erste Online-Mord passieren könnte. Doch ist ein Mord über das Web tatsächlich möglich?

Gemeint ist nicht etwa ein „World of Warcraft“-Nerd, der ganz einfach auf Schlaf, Essen und soziale Kontakte abseits des Videospiels vergisst, sondern ein tatsächlicher Mord durch ein Gerät, das an das Internet angeschlossen ist.

Internet der Dinge macht’s möglich

Im Internet der Dinge sollen künftig kleine elektronische Geräte den Menschen in seinem Alltag unterstützen – ob zu Hause, im Auto oder an öffentlichen Plätzen. Soweit so gut. Europol sieht nun die Gefahr, dass diese Geräte zunehmend von Kriminellen gehackt werden, und so Menschen zu Schaden kommen können. Also körperlich zu Schaden kommen, nicht durch ein angeschlagenes Image aufgrund von äußerst persönlichen Fotos die mit wenig Weitblick in einer Online-Cloud abgespeichert wurden.

Gehackter Herzschrittmacher

Im Jahr 2009 wurde beispielsweise erstmals einer Patientin ein WLAN-Herzschrittmacher eingesetzt. Für Hacker wäre es ein Leichtes, das Gerät zu manipulieren und dem Träger somit ernsthaft zu verletzen oder gar zu töten.

 

hastings2 Verschwörungstheoretiker glauben, dass Michael Hastings das erste Opfer eines Online-Mordes wurde. © Youtube-Screenshot ©

Ist ein Online-Mord bereits passiert?

Um den im letzten Jahr ums Leben gekommenen Rolling Stone Mitherausgeber und Investigativjournalist Michael Hastings ranken sich mittlerweile einige Verschwörungstheorien. Hastings hatte 2010 mit einem Artikel über den US-General Stanley McChystal für dessen Entlassung gesorgt. Im Juni 2013 kam er bei einem Autounfall in Hollywood ums Leben.

Möglicher Cyber-Angriff auf Hastings

Der ehemalige US-Sicherheitskoordinator Richard Clarke gab daraufhin gegenüber der Huffington Post an, dass es sich bei dem Unfall um einen „Cyber-Angriff“ gehandelt haben könnte. „Es gibt Gründe zur Annahme, dass Geheimdienste wissen, wie man die Kontrolle eines Autos übernimmt“, so Clarke weiter. Merkwürdig dabei ist, das Hastings seine Kollegen Tags zuvor in einem E-Mail mitteilte, für eine gewisse Zeit abtauchen zu müssen, da er vom FBI überwacht werde.

Das gibt doch Grund zur Paranoia und stellt die Überwachung durch NSA und Co. ziemlich in den Schatten.

Die Themen bei #1Blick

Kurioses aus den Bereichen Wissenschaft, Natur und Politik präsentieren wir euch jeden Freitag in der Serie #1Blick. Themenvorschläge und Anregungen könnt ihr gerne an moritz.naderer@salzburg24.at per E-Mail senden.

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