#1Blick: Was es mit Ebola-Zombies auf sich hat

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Auch wenn wegen Ebola die ganze Welt in Alarmbereitschaft ist, Ebola-Zombies gehen dann doch zuweit.
Auch wenn wegen Ebola die ganze Welt in Alarmbereitschaft ist, Ebola-Zombies gehen dann doch zuweit. - © EPA
Ein Fantasieren über eine mögliche Zombieapokalypse ist vor allem bei der jüngeren Netzgemeinde weit verbreitet. Berichte über Ebola-Tote, die als Zombie wiederkehren, gehen aber endgültig zu weit. Wir haben den #1Blick.




Kein Wunder, Ebola greift weltweit um sich, Halloween steht vor der Türe und die fünfte Staffel von The Walking Dead steht in den Startlöchern. Das Virus liefert also das perfekte Setting für eine weltweite Zombieapokalypse. Nun kommen im Netz auch schon Meldungen auf, in denen von Ebola-Toten, die als Zombies durch die Straßen torkeln, die Rede ist.

Ebola ist eine Biowaffe der USA

Das ist natürlich völliger Blödsinn. In Umlauf gebracht hat die Falschmeldung vor allem die Site „Big American News“. Über mehrere Artikel hinweg wird behauptet, dass Ebola eine Biowaffe der USA sei, die ihre Opfer von den Toten auferstehen lassen würde, so die Washington Post über den Bericht auf Big American News. Eine Site, die unter anderem Artikel mit Titel wie „Sind Schwule schuld am Ebola-Ausbruch?“ veröffentlicht, ist aber auch vielleicht nicht die seriöseste Nachrichten-Site. Die steigenden Opferzahlen und eine relative Hilflosigkeit des Westens ruft nun eben auch die Verschwörungstheoretiker auf den Plan.

 

ebolazomb Der Artikel auf Big „American News“. – Screenshot ©

Panikmache auf Social Media

Um die eigenen Behauptungen zu stützen, fügte Big American News übrigens ein Bild aus dem Film „World War Z“ bei. Auf den sozialen Netzwerken machte die Fake-Meldung schnell die Runde und wurde innerhalb weniger Tage mehr als eine halbe Million Mal geteilt. Die Gerüchteküche brodelt, auch der Liberian Observer hat bereits berichtet, dass Ebola ein genetisch manipulierter Organismus sei, der von westlichen Pharmafirmen entwickelt wurde und nun in Afrika als Biowaffe getestet werde.

Große kulturelle Unterschiede

Erschwerend im Kampf gegen Ebola wirken sich auch die kulturellen Unterschiede in Afrika aus. Lokale Bestattungsriten, bei denen beispielsweise Tote umarmt werden, sind bei einem Virus der sich durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten überträgt brandgefährlich. In den Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia ist zudem die Skepsis gegenüber der westlichen Medizin sehr groß. Viele Westafrikaner vertrauen daher eher den traditionellen Wunderheilern.

Die Themen bei #1Blick

Kurioses aus den Bereichen Wissenschaft, Natur und Politik präsentieren wir euch jeden Freitag in der Serie #1Blick. Themenvorschläge und Anregungen könnt ihr gerne an moritz.naderer@salzburg24.at per E-Mail senden.

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