#1Blick: Wie man unter Wasser mit Überschall reist

Können U-Boote künftig mit Überschallgeschwindigkeit die Weltmeere durchstreifen?
Können U-Boote künftig mit Überschallgeschwindigkeit die Weltmeere durchstreifen? - © EPA
10.000 Kilometer in nur 100 Minuten in einem U-Boot zurücklegen, ist das möglich? Laut chinesischen Wissenschaftlern schon. Und außerdem, was war an der Küste vor Stockholm los? Wir haben den #1Blick.




Die schwedische Marine war bis Freitag mit einer Suchaktion beschäftigt, da in den Schären vor Stockholm ausländische Unterwasseraktivität vermutet wurde. Die Suche gleicht irgendwie der nach Loch Ness oder Big Foot, vor allem wenn man sich das als Beweis für die Aktivitäten gelieferte Foto ansieht: Das unscharfe Bild hat eine ähnliche Aussagekraft wie ein gängiger „Beweis“ für Loch Ness.

 

subnes Die Ähnlichkeit ist verblüffend: Links „Nessie“, rechts das „U-Boot“. / Youtube-Screenshot ©

Zudem stellte sich die Info der Militärs später als Falschmeldung heraus. Angeblich wollte man dem Feind (Schweden schielte hier in Richtung Russland) nicht in die Hände spielen. Die Suche wurde Freitagfrüh abgebrochen.

Ein Überschall-U-Boot?

Doch wie fortgeschritten ist die Technik bei Unterwasserfahrzeugen überhaupt? Vor einigen Wochen machte eine Meldung über chinesische U-Boote die Runde, die mit 5.800 km/h durchs Wasser düsen können. Damit könnte man knapp 10.000 Kilometer in 100 Minuten zurücklegen. Möglichmachen soll dies ein Prinzip das sich Superkavitation nennt und gar nicht so neu ist. Seit den 1960er Jahren arbeitete die ehemalige Sowjetunion an Hochgeschwindigkeitstorpedos.

U-Boot in einer Gasblase

Das Hochgeschwindigkeits-U-Boot soll künftig in einer eigenen Gasblase unterwegs sein und dabei einen Raketenmotor als Antrieb verwenden – ist also eine Unterwasserrakete. Ab einer gewissen Geschwindigkeit soll an der Spitze des Torpedos oder U-Bootes ein Gas ausgestoßen werden, das das gesamte Objekt in eine elliptische Blase hüllt. Dadurch verringert sich der Reibungswiderstand im Wasser und ein Raketenantrieb kann das Objekt antreiben. Der Reibungswiderstand soll sogar geringer sein als bei einem Flugzeug in der Luft.

 

superkavitation Superkavitation um ein Unterwasserfahrzeug. / Wikipedia ©

Warum sank die “Kursk”?

Glaubt man einigen Stimmen im Internet, so sei ein russischer Hochgeschwindigkeitstorpedo am Untergang der „Kursk“ im Jahr 2000 verantwortlich gewesen. Was aber viel mehr verblüfft, ist die Herangehensweise des Menschen an das Thema. Eine Technologie, die den gesamten Flugverkehr unter Wasser verlegen und damit Personen und Güter schneller und effizienter transportieren könnte, wird zuerst für kriegerische Zwecke verwendet.

Die Themen bei #1Blick

Kurioses aus den Bereichen Wissenschaft, Natur und Politik präsentieren wir euch jeden Freitag in der Serie #1Blick. Themenvorschläge und Anregungen könnt ihr gerne an moritz.naderer@salzburg24.at per E-Mail senden.

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