20 Jahre Europark: Vom Supermarkt zum “besten Shopping-Center der Welt”

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Im Bild (v.li.): Christoph Andexlinger, Marcus Wild, Gerhard Drexel und Manuel Mayer.
Im Bild (v.li.): Christoph Andexlinger, Marcus Wild, Gerhard Drexel und Manuel Mayer. - © Wildbild
Über 180 Millionen Besucher sind seit der Eröffnung durch die Gänge und Shops des Europarks im Salzburger Stadtteil Taxham geschlendert, jährlich sind es stolze 10,5 Millionen Besucher. Heuer feiert das Einkaufszentrum seinen 20. Geburtstag. Wir blicken für euch an die Anfänge zurück.

Am 24. September 1997 wurde der Europark nach 30-monatiger Bauzeit eröffnet. Die Weichen für das Projekt sind aber bereits 20 Jahre zuvor, nämlich 1977, gestellt worden. Damals hat in Taxham ein Interspar-Hypermarkt mit einigen wenigen weiteren Shops eröffnet. Über den Geschäftsflächen wurden die Büros der Spar-Zentrale untergebracht. Für das in den 1950er-Jahren als “Trabantenstadt” mit über 2.500 Wohneinheiten entstandene Wohnviertel Taxham stellte dies eine wichtige infrastrukturelle Bereicherung gewesen.

Europark: Baubeginn im Jahr 1995

“Aufgrund der geografisch günstigen Lage des Interspar-Marktes in Taxham in unmittelbarer Nähe zu den Hauptverkehrsachsen und zu Bayern sahen wir die große Chance, an diesem Standort etwas Einzigartiges zu entwickeln”, begründet Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel die Entscheidung, den Europark dort zu errichten.

Vater der außergewöhnlichen Architektur ist der italienische Architekt Massimiliano Fuksas. Er gewann den Gestaltungswettbewerb im Jahr 1994. Bereits ein Jahr darauf wurde mit dem Bau begonnen. Sieben Jahre nach der Eröffnung folgte eine bauliche Erweiterung, ebenfalls nach seiner Federführung. Seither umfasst das Gebäude über 50.000 Quadratmeter an Mietfläche.

Eine Panoramabild aus dem Jahr 2000./Office Massimiliano Fuksas/Archiv Eine Panoramabild aus dem Jahr 2000./Office Massimiliano Fuksas/Archiv ©

Neben Shopping: Gastro-Betriebe, Banken, Schuster und Polizei

Bereits bei den Planungen wurde hoher Wert auf optimale Verkehrslösungen gelegt. Insgesamt 17 Millionen Euro investierte der Europark in optimierte Verkehrsanbindungen und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Die S-Bahnhaltestelle vor der Tür ist nach dem Hauptbahnhof sogar die am meisten genutzte Bahnhaltestelle Salzburgs. Während im ersten vollen Jahr 1998 nur rund 225.000 Besucher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisten, sind es aktuell mehr als 1,5 Millionen Besucher pro Jahr.

Für rund 20.000 Salzburger übernimmt der Europark zudem die Funktion des Nahversorgers und ist innerhalb der letzten 20 Jahre zu einem beliebten Treffpunkt geworden. “Er bietet neben einem attraktiven Mix an Shops eine unglaubliche Vielfalt von 20 Gastronomie-Betrieben sowie zahlreiche Serviceeinrichtungen wie beispielsweise eine Apotheke, Banken, einen Schuster – sogar eine Polizeistation ist eingemietet. Zusätzlich haben wir Plätze für Freizeit- und Kulturangebote geschaffen”, schildert Geschäftsführer Marcus Wild.

Kaufkraft aus Bayern fließt wieder zurück nach Salzburg

Dies führte unter anderem dazu, dass sich die Kaufkraftströme zwischen Salzburg und Bayern umgekehrt haben. “Viele können sich noch erinnern, als die Salzburger über die Grenze nach Bayern zum Einkaufen gefahren sind. Mit dem Europark hat sich das geändert. Heute fließen jährlich rund 150 Millionen Euro an Kaufkraft – vorrangig aus dem angrenzenden bayerischen Einzugsgebiet – wieder zurück nach Salzburg”, zeigt er sich stolz.

Europark ist größter privater Arbeitsplatz des Landes

Für rund 2.000 Menschen ist das Taxhamer Einkaufszentrum zum größten Arbeitsplatz des Bundeslandes geworden. Des Weiteren werden 122 Lehrlinge in acht verschiedenen Lehrberufen ausgebildet. “Die über 130 Shop-Partner erwirtschaften pro Jahr mehr als 340 Millionen Euro Umsatz”, listet Center-Manager Manuel Mayer aktuelle Zahlen auf. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, gibt es auch einen Betriebskindergarten, der sich an den unterschiedlichen Arbeitszeiten orientiert. Zusätzlich profitiert die Salzburger Wirtschaft durch Aufträge in der Höhe von acht bis zehn Millionen Euro pro Jahr. Das Shopping-Center ist damit einer der wichtigsten Player am Wirtschaftsstandort Salzburg.

Vor allem zur Weihnachtszeit tummeln sich unzählige Kunden im Europark./FMT-Pictures/MW/Archiv Vor allem zur Weihnachtszeit tummeln sich unzählige Kunden im Europark./FMT-Pictures/MW/Archiv ©

Internationale Marken erstmals nach Österreich gebracht

“Salzburg ist sehr international, aber auch stark in der Region verwurzelt. Für die Kundenakzeptanz braucht es den richtigen Mix. Der Europark ist Heimat von 48 Salzburger Betrieben. Viele davon sind Partner der ersten Stunde und gemeinsam gewachsen”, ergänzt Geschäftsführer Wild. Viele internationale Trendmarken wie H&M, Hollister, Saturn, Salomon, Superdry, Scotch & Soda und Zara Home hatten im Europak ihren ersten Vertragsabschluss oder ihre erste Shop-Eröffnung in Österreich. “Mehr als die Hälfte der neuen Europark-Shop-Partner war im Bundesland nicht vertreten. Damit behauptet sich der Europark als Standort gegenüber Shoppingdestinationen in Linz, Wien und sogar München”, so Wild weiter.

Und davon abgesehen, welches Einkaufszentrum darf sich schon als “Schönstes und bestes Shopping-Center der Welt” betiteln? Diese Auszeichnung wurde dem Europark im Jahr 2007 vom International Council of Shopping Centers (ICSC) in Phoenix (USA) verliehen.

So feiert der Europark seinen 20. Geburtstag

Am Wochenende feiert der Europark sein 20-jähriges Bestehen. Am Freitag sind die Stars des österreichischen Skiverbands zu Besuch, zeigen ihr Talent am Laufsteg und geben Autogramme für Groß & Klein. Danach folgen Fashion-Shows und es gibt Late-Night-Shopping bis 23 Uhr. Der Samstag steht im Zeichen der Familie. Internationale Straßenkünstler zeigen quer durch den Europark verteilt ihre Talente. Auch hier wird es wieder die neuesten Herbsttrends auf dem Laufsteg zu bestaunen geben.

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