25 Jahre Literaturedition NÖ und Hans Weigel Stipendium

Akt.:
Weigels Witwe Elfriede Ott war bei der Feier dabei
Weigels Witwe Elfriede Ott war bei der Feier dabei - © APA (Archiv)
Vor 25 Jahren sind der Verlag Literaturedition Niederösterreich und das Hans Weigel Literaturstipendium begründet worden. Beide Jubiläen wurden am Freitagabend im Palais NÖ in Wien gefeiert. Die diesjährigen Stipendien wurden im Beisein von Weigels Witwe Elfriede Ott an Sandra Gugic und Margit Mössmer vergeben. 

137 Bücher von 124 Autoren in Zusammenarbeit mit 79 bildenden Künstlern – sowohl Verlagsleiterin Gabriele Ecker, Literaturreferentin in der Abteilung Kunst und Kultur beim Amt der NÖ Landesregierung, als auch Hermann Dikowitsch, Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht, und Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) sahen in dieser Bilanz die Bestätigung für ein nichtkommerzielles Verlagsprojekt als Teil der Literaturförderung des Bundeslandes. Literatur bei der Kulturförderung nicht zu berücksichtigen wäre wie ein Tisch mit drei Beinen, zog Schwarz (“Ich lese immer noch gerne Gedichte”) einen metaphorischen Vergleich.

Lesen oder leben: Vor diese Wahl gestellt, meinte Barbara Neuwirth, Herausgeberin der Anthologie “AuserLesen”, es handle sich um “eine unzulässige Frage”. Lesen und leben könnten durchaus eine Einheit bilden. Die Anthologie enthält Beiträge ehemaliger Stipendiaten, wie etwa Isabella Feimer, für die das mit 12.000 Euro dotierte Stipendium schlicht “ein Jahr Freiheit” bedeutete. Aus der Anthologie “Mein Weinviertel” hingegen las Peter Turrini seine Geschichte “Mein Freund, der Stefan”.

In einer von Reinhard Linke (ORF) moderierten Podiumsdiskussion würdigte Autor Gerhard Ruiss, Würdigungspreisträger des Landes NÖ, den “großen kulturellen Aufbruch” im Land, doch sei im Literaturbereich “sehr viel Luft nach oben offen”. Er regte ein Brainstorming an, um das Erreichte zu evaluieren und vorhandene Bedürfnisse zu artikulieren. Ein Vorschlag, der Anklang fand. Dikowitsch: “Wir haben noch viel vor und wollen das künstlerfreundliche Klima im Land beibehalten.”

(S E R V I C E – )

(APA)

Leserreporter
Feedback


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen