2,5 Millionen Euro für Katastrophenfonds

Besonders Muren und Überschwemmung wird es in den nächsten Jahren öfter geben, so Schwaiger.
Besonders Muren und Überschwemmung wird es in den nächsten Jahren öfter geben, so Schwaiger. - © LMZ
Bei der Sitzung des Katastrophenfonds des Landes Salzburg vergangene Woche wurden für 435 Schadensfälle Beihilfen in der Höhe von rund 2,5 Millionen Euro beschlossen.

Der Soforteinsatz in Bad Gastein, genauer im Kötschachtal nach dem schweren Unwetter am 30. Juli 2016, machte mit rund 200.000 Euro die höchste Beihilfenzahlung aus.

Schwaiger: “Überflutungen und Muren werden mehr”

“Schäden durch lokal begrenzte Unwetter dominierten diese Sitzung des Katastrophenfonds. Vor allem kleinräumige Überflutungen und Muren werden in den kommenden Jahren durch die zunehmenden Starkregenereignisse häufiger auftreten”, so Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung.

Katastrophenfonds nur bei Existenzgefährdung

Umso wichtiger sei es, eine Versicherung für solche Schäden abzuschließen und zu überprüfen, ob die bestehende Versicherung auf dem aktuellen Stand sei, betont Schwaiger. Der Katastrophenfonds könne nur eine Leistung erbringen, wenn eine Existenzgefährdung und ein Mindestschaden von 1.000 Euro vorliegen. Die Entschädigung durch den Fonds kann nicht den Gesamtschaden ersetzen.

1,3 Millionen für Waldschäden

In der jüngsten Sitzung wurden unter anderem Waldschäden von rund 1,3 Millionen Euro, Soforteinsätze mit Kosten von einer Million Euro, Wegschäden von rund 680.000 Euro, Wohnhausschäden mit rund 210.000 Euro und Flurschäden von rund 150.000 Euro besprochen. Insgesamt wurde eine Beihilfenauszahlung von rund 2,5 Millionen Euro beschlossen.

550 Fälle in diesem Jahr

Im heurigen Jahr wurden dem Katastrophenfonds bisher mehr als 550 Fälle gemeldet, die vor allem Orkanschäden und Vermurungen betreffen.

Mit dem Katastrophenfonds verfolgt das Land Salzburg das Ziel, Bürger in existenzgefährdenden Situationen zu helfen. Dieser Fonds ersetzt jedoch keine Elementarversicherung, da die Beihilfenhöhen wesentlich geringer sind als Entschädigungen von Versicherungen.

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