26. März: Die Salzburg-News vor 10 Jahren

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2007 kam die Zusage für den Neubau des Salzburger Hauptbahnhofs, eröffnet wurde er 2014.
2007 kam die Zusage für den Neubau des Salzburger Hauptbahnhofs, eröffnet wurde er 2014. - © FMT-Pictures/MW
Was ist heute vor zehn Jahren in Salzburg passiert? Zum zehnjährigen Jubiläum von SALZBURG24 wollen wir uns zurückerinnern und präsentieren euch täglich die Top-Nachrichten aus Salzburg aus dem Jahr 2007.

Das ist am 26. März 2007 im Bundesland Salzburg passiert:

Verkehrsplanung neu – Unterschiedliche Reaktionen in Salzburg

Am 26. März 2007 wurde ein Infrastrukturpaket vorgestellt. Es sah für das Bundesland Salzburg im Bahnbereich vor allem den Neubau des Salzburger Hauptbahnhofes und den bereits in Bau befindlichen Ausbau der S-Bahn-Strecke nach Freilassing vor. Auf der Straße sollen zunächst neben dem Bau der zweiten Röhren des Katschberg- und Tauerntunnels die als Ausgleich dafür versprochenen Lärmschutzmaßnahmen verwirklicht werden.

Erwartungsgemäß recht unterschiedlich fielen die Reaktionen der Salzburger Landespolitik auf den Infrastrukturplan aus. Während sich die ehemalige Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) erfreut zeigte, weil der “dringendste Infrastrukturbedarf” Salzburg berücksichtigt werde, äußerte sich der ehemalige Verkehrsreferent LHStv. Wilfried Haslauer (ÖVP) enttäuscht: Viele wichtige Vorhaben würden vorerst nicht realisiert.

Dass nicht alle Salzburger Wünsche sofort erfüllt werden konnten, überrasche angesichts der gigantischen Schere zwischen dem Finanzrahmen und der österreichweiten langen Liste an Projekten kaum, so die damalige Landeshauptfrau.

Enttäuscht zeigte sich hingegen Haslauer: Der Umbau des Hauptbahnhofes Salzburg sei ein schwacher Trost, weil Salzburg ohnedies der letzte relevante Hauptbahnhof einer Landeshauptstadt sei, der an die Reihe komme. Außerdem sei auch das nur eine halbe Sache, weil die S-Bahn-Ost-Achse (Richtung Straßwalchen) erst nach 2014 ausgebaut werden soll und ohne diesen Ast das ganze System nicht funktioniere.

Krankheit als Ursache des Flugunfalls in Zell am See unwahrscheinlich

Dass eine von der Salzburger Gerichtsmedizin festgestellte, nicht näher definierte Krankheit beider Piloten den tödlichen Flugunfall am 5. März 2007 in Zell am See verursacht haben könnte, halten Experten für unwahrscheinlich. “Ich glaube nicht, dass das für das Unfallgeschehen eine Rolle gespielt hat”, sagte Gerichtssachverständiger Christian Ortner.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand glaubt Ortner weder an eine technische noch an eine medizinische Ursache für den Zusammenstoß eines Lastenhubschraubers und eines Sportflugzeuges über der Schmittenhöhe. Acht Menschen waren dabei ums Leben gekommen, darunter die zwei Piloten. Der Innsbrucker Rechtsanwalt vermutet, dass das Motorflugzeug durch den zur Schmittenhöhe gehörigen “Keilberg” verdeckt war und sich deshalb die beiden Piloten aus den Augen verloren haben.

Fest steht, dass das im Steigflug befindliche Flugzeug in die Fahrertür des seitlich heranfliegenden Hubschraubers gekracht ist.

Wie der Innsbrucker Experte hält auch der Leiter der Flugunfall-Untersuchungsstelle, Günther Raicher, einen “körperlichen Defekt” der Piloten als Unfallursache für eher unwahrscheinlich. Nach der feingeweblichen Untersuchung kam die Gerichtsmedizin zu dem Ergebnis, dass bei den Piloten dasselbe Organ unterschiedlich stark erkrankt war. Der Voice-Rekorder des Hubschraubers kann über den Hergang des Crashs keine Auskunft geben. Er soll nicht eingeschaltet gewesen sein.

Salzburgerin von Zug gerammt

Unwahrscheinliches Glück hatte am Sonntagnachmittag eine 57-jährige Radfahrerin bei einem Bahnunfall in Kuchl (Tennengau). Die Frau wurde am Übergang von einem fahrenden Zug erfasst und weggeschleudert, erlitt aber wie durch ein Wunder nur leichte Verletzungen und einen Schock. Die 57-Jährige hatte trotz Rotlichts und gesenkten Halbschrankens die Gleise überquert. Der Lokführer hatte die Radfahrerin bemerkt und mehrere Signaltöne abgegeben. Im Schreck blieb sie aber mitten auf den Gleisen stehen. Das Rad wurde rund 30 Meter weit wegkatapultiert, die Frau wurde auf das andere Gleis geschleudert, wo sie sich danach im Schock einfach hinsetzte.

(APA)

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