32 Tote bei neuen Luftangriffen auf den Ostteil Aleppos

Bei neuen Luftangriffen der syrischen Regierungstruppen auf den von Aufständischen kontrollierten Ostteil von Aleppo sind laut Aktivisten am Donnerstag mindestens 32 Zivilisten getötet worden, darunter fünf Kinder. Damit seien seit Beginn einer neuen Offensive der Armee zur Rückeroberung der Rebellenviertel am 15. November 188 Zivilisten getötet worden.

Viele Menschen seien noch unter den Trümmern verschüttet, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte weiter mit. Den für Medien kaum überprüfbaren Angaben der oppositionsnahen Organisation zufolge wurden im gleichen Zeitraum durch Beschuss der Rebellen im Westteil der Stadt 16 Zivilisten getötet, darunter zehn Kinder.

Die nordsyrische Großstadt ist seit dem Sommer 2012 zwischen Regierung und Rebellen geteilt. Seit Monaten versuchen die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad mit Unterstützung Russlands und des Iran, die Stadt wieder ganz unter ihre Kontrolle zu bringen.

Besonders schwer getroffen wurde am Donnerstag das Viertel Bab al-Nairab, wo ein Armeehelikopter eine Fassbombe abwarf. Weißhelme bargen nach mehr als einer Stunde einen Buben aus den Trümmern, der schwer am Kopf verletzt war. Wie ein Videojournalist der Nachrichtenagentur AFP dokumentierte, rief der Bub “Vater, Vater”, bevor er schließlich von weiteren Helfern des Syrischen Zivilschutzes unter Einsatz einfachster Werkzeuge gerettet werden konnte.

(APA/ag.)

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