33-jähriger Tunesier entführt Tochter in Elsbethen

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Die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der österreichischen Polizei verlief vorbildlich (Symbolbild).
Die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der österreichischen Polizei verlief vorbildlich (Symbolbild). - © Bilderbox
Seine fünfjährige Tochter hat ein 33-jähriger Tunesier am Donnerstag in Elsbethen (Flachgau) bei einem Spaziergang entführt. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein.

Einem Bericht der Landespolizeidirektion Salzburg zufolge hatte die 22-jährige Mutter die Polizei kurz nach 15 Uhr alarmiert. Die Österreicherin schilderte, dass sie mit der Tochter die Großeltern in Elsbethen besucht hatte. Als sie mit zwei Cousins das Haus verlassen hatte, um spazieren zu gehen, nahmen der Kindesvater, ein Tunesier, und ein zweiter Mann das Mädchen an sich. Die Cousins, die das verhindern wollten, allerdings vergeblich, wurden von den Männern verletzt.

Familie lebte bis vor kurzem in Frankreich

Die Polizei leitete eine Fahndung ein. Der 33-Jährige wollte mit dem Kind offenbar nach Frankreich flüchten, wo er bis vor drei Wochen mit der Frau und der Tochter lebte. Die 22-Jährige war dann zu Verwandten nach Salzburg gefahren, weil er ihr – ihren Angaben zufolge – mehrmals Gewalt angetan und sie auch bedroht hatte.

Pkw des Tunesiers auf A8 gesehen

Die Autobahndienststellen der bayerischen Polizei leiteten ebenso eine Fahndung ein. Kurz darauf konnte der gesuchte Pkw auf der A8 Salzburg-München auf Höhe des Parkplatzes Chiemsee durch eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein wahrgenommen und die Verfolgung aufgenommen werden. Um eine mögliche Gefährdung des Kindes und der beiden Männer zu vermeiden, wurden mehrere Polizeifahrzeuge für eine kontrollierte Anhaltung hinzugezogen.

Kurz vor dem Irschenberg, auf Höhe des Parkplatzes “Am Moos”, konnte das Fahrzeug angehalten und beide Verdächtige vorläufig festgenommen werden. Das Kind ist laut Polizei wohlauf. Es befindet sich in polizeilicher Obhut. Insgesamt waren acht Polizeifahrzeuge an der Festnahme beteiligt. Die zwei Männer hatten sich der Festnahme nicht widersetzt. Aufgrund des Tatortes in Österreich und der Festnahme in Deutschland folgen nun Rechtshilfeabkommen durch die zuständigen Staatsanwaltschaften, hieß es.

(APA)

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