380-kV-Leitung in Salzburg: Einsprüche im UVP-Verfahren eingebracht

Prmoninente Untersützung bekamen die Leitungsgegner von Grünen-Chefin Astrid Rössler.
Prmoninente Untersützung bekamen die Leitungsgegner von Grünen-Chefin Astrid Rössler. - © APA/Gindl
Rund 40 Vertreter mehrerer Bürgerinitiativen, die in Salzburg die geplante 380-kV-Starkstromleitung des Verbunds bekämpfen, haben am Montagvormittag in der Poststelle der Landesamtsdirektion ihre Einsprüche im laufenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren abgegeben.

Die Aktivisten fordern die zumindest abschnittsweise Verlegung der Freileitung unter die Erde – eine Variante, die die Verbund-Tochter Austrian Power Grid AG (APG) bisher stets abgelehnt hat.

6.000 Unterschriften gegen 380-kV-Leitung

“Ab 200 Unterschriften werden wir als Bürgerinitiative anerkannt. Damit bekommt man im UVP-Verfahren Parteistellung. Bei der Verhandlung sind dann mündliche und schriftliche Einwendungen gegen das Projekt möglich”, so Franz Köck, Vizepräsident der IG Erdkabel, zur APA. Er sprach von insgesamt 6.000 Unterstützungsunterschriften von Einzelpersonen und Bürgerinitiativen, die am Montag zur Weiterleitung an die UVP-Behörde abgegeben worden sind.

In ihren Einwendungen sprechen sich die betroffenen Bürger gegen die Genehmigung der Freileitung aus und listen dafür 23 Gründe auf – etwa die Gefährdung der Gesundheit, negative Auswirkungen auf Natur-und Landschaftsgebiete, Eingriffe in das Landschaftsbild oder die Wertminderung von Liegenschaften entlang der geplanten Leitung. Außerdem beklagen sie die Qualität der eingereichten Unterlagen (“unstrukturiert”) und die Befangenheit von Salzburger Landesregierung und Gutachtern.

Rössler unterstützt Gegner der 380-kV-Leitung

Prominente Unterstützung erhielten die Anwesenden am Montag von der grünen Landessprecherin Astrid Rössler, die – nur Minuten vor den heutigen Sondierungsgesprächen bei ÖVP-Chef Wilfried Haslauer – noch mit den Vertretern der Bürgerinitiativen ins Gespräch kam. “Die Freileitung kann nicht mit gutem Gewissen bewilligt werden. Das Land soll sich hinter die Bevölkerung stellen und nicht wieder die Bürde der Berufung den Bürgerinitiativen überlassen”, so Rössler zur APA. Ein negativer Bescheid in erster Instanz würde die APG zur Reaktion zwingen. “Das würde ein wichtiges Verhandlungsfenster öffnen.”

Das 600-Millionen-Euro schwere Projekt umfasst eine 113 Kilometer lange 380-kV-Freileitung mit 451 Masten zwischen den Umspannwerken Elixhausen im Flachgau und Kaprun im Pinzgau. Dazu kommen eine 14 Kilometer lange 220-kV-Leitung im Salzburger Pongau sowie diverse Adaptierungsarbeiten an bestehenden Einrichtungen. Die Projektbetreiber hatten zuletzt mit einem UVP-Bescheid in erster Instanz mit Ende 2013/Anfang 2014 gerechnet. (APA)

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