380-kV-Leitung: Neues SPÖ-Gutachten zu Schutzgebiet am Nockstein

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Die SPÖ blitzte Ende Jänner noch mit einem dringlichen Antrag, die Gebiete um den Nockstein als Naturschutzgebiet auszuweisen, ab.
Die SPÖ blitzte Ende Jänner noch mit einem dringlichen Antrag, die Gebiete um den Nockstein als Naturschutzgebiet auszuweisen, ab. - © FMT-Pictures/FM/Archiv
Laut einem Gutachten, das die Salzburger SPÖ am Montag vorlegte, kann der Nockstein bei Koppl (Flachgau) offenbar doch als geschützter Landschaftsteil ausgewiesen werden. Die geplante Freileitung könnte so zu Fall gebracht werden.

Die SPÖ blitzte Ende Jänner noch mit einem dringlichen Antrag, die Gebiete um den Nockstein als Naturschutzgebiet auszuweisen, ab. Das Vorhaben scheiterte am Widerstand der Landesregierung, laut der Koalition aus ÖVP und Grünen sei es verfassungswidrig, den Nockstein während eines laufenden Verfahrens als geschützten Landschaftsteil auszuweisen.

Nockstein: SPÖ legt neues Gutachten vor

Dazu holte sich die Salzburger SPÖ nun Unterstützung von Nicolas Raschauer, Professor an der Universität Liechtenstein. Er verfasste ein Gutachten, das bei einem Pressegespräch am Montag vorgestellt wurde. Laut Raschauer sei die Ausweisung eines geschützten Landschaftsteils zulässig: “Es liegt im Anlassfall keine rechtskräftig bewilligte Leitungstrasse vor, sodass das Land Salzburg Bundesinteressen insoweit nicht torpedieren würde”, wird Raschauer in einer Aussendung zitiert.

“Land Salzburg muss Naturschutzgesetz anwenden”

Der Uni-Professor ist der Ansicht, dass zwar ein Verfahren für die Leitung beim Bundesverwaltungsgericht laufe, die Trasse aber nicht genehmigt sei. Zudem sei seit Jahren bekannt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Ausweisung vorliegen. Bestärkt in seiner Ansicht der Rechtslage sieht sich nun auch der Anwalt der Gemeinde Koppl, Adolf Concin: “Spätestens jetzt muss das Land Salzburg endlich das eigene Naturschutzgesetz anwenden.”

SPÖ will “Verkabelung im alpinen Raum”

Die SPÖ will nun in der letzten Landtagssitzung vor der Wahl das Thema nochmals behandeln. “Mein Ziel ist es, eine bessere und verträglichere Lösung als die geplante 380-kV-Freileitung über den Nockstein, zu finden”, so SPÖ-Chef Walter Steidl. Er will demnach eine “Verkabelung im alpinen Raum”, bei der alle Beteiligten zusammenarbeiten.

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