41-Jähriger zwingt Familie zu Betrügereien: Auch Salzburger unter Opfern

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Polizei ermittelte seit März 2016
Polizei ermittelte seit März 2016 - © APA (Webpic)
Ein 41-jähriger Steyrer soll seine Angehörigen acht Jahre lang zu Betrügereien gezwungen haben. Seine 38-jährige Lebensgefährtin habe er genötigt, mit Männern zu schlafen, um Beziehungen vorzutäuschen. Auch seine 21-jährige Tochter sowie die 61-jährige Mutter der Ex-Freundin mussten offenbar Notlagen vorgaukeln, um Männern rund 437.000 Euro zu entlocken, teilte die Polizei am Sonntag mit. Mindestens eines der Opfer soll aus Salzburg kommen.

Bis Mitte des vergangenen Jahres dauerte die Beziehung der Frau mit dem Steyrer. Mit Schlägen habe er die 38-Jährige gefügig gemacht, damit sie mit deutlich älteren Männern Scheinbeziehungen eingegangen sei. Mehrere dieser falschen Liaisons habe sie gleichzeitig geführt. Sie habe dabei meist Notlagen vorgetäuscht und den alleinstehenden Opfern auf diese Weise Geld entlockt. Die Beute habe die Frau dann ihrem Lebensgefährten abliefern müssen.

Polizei forscht fünf Opfer aus: Auch in Salzburg

Die Polizei konnte insgesamt fünf Männer im Alter von mittlerweile 53 bis 91 Jahren aus Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich ausfindig machen. Der Kontakt zu den Opfern sei über fingierte Zeitungsinserate hergestellt worden, die der Steyrer geschaltet haben soll. Auch soll er die 38-Jährige als Hausiererin von Tür zu Tür geschickt haben, um selber Kontakte mit Single-Männern herzustellen.

Auch Schwiegermutter und Tochter genötigt

Sogar die 61-jährige Mutter seiner Ex-Freundin sowie seine 21-jährige Tochter hätte er genötigt, anderen Menschen Geld herauszulocken, indem schwere Schicksalsschläge vorgetäuscht worden seien, heißt es im Bericht der Polizei. Seit März 2016 habe die Polizei gegen den Mann ermittelt und nun alle nötigen Beweise sammeln können. Der 41-Jährige wurde wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges, der fortgesetzten Gewaltausübung sowie der Zuhälterei der Staatsanwaltschaft Steyr zur Anzeige gebracht. Die drei Frauen wurden ebenfalls wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges angezeigt.

(APA/SALZBURG24)

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