411.000 Salzburger wählen am Sonntag die Pfarrgemeinderäte

Die Wahl der Pfarrgemeinderäte am Sonntag.
Die Wahl der Pfarrgemeinderäte am Sonntag. - © PGRÖ
Österreichs Katholiken wählen kommenden Sonntag, 19. März, die Pfarrgemeinderäte neu. Alle fünf Jahre haben die Gläubigen dabei das Wort. In den 210 Pfarren der Erzdiözese Salzburg stehen rund 4.000 Frauen, Männer und Jugendliche als Kandidaten bereit. Die 411.320 wahlberechtigten Katholiken der Erzdiözese werden insgesamt 2.108 neue Pfarrgemeinderäte wählen.

Österreichweit sind etwa 4,5 Millionen Katholiken Stimmberechtigt. Sie wählen in den 3.000 Pfarren rund 30.000 Vertreter. Die diesjährige Wahl steht unter dem Motto “Ich bin da.für”. Wahlberechtigt sind alle Katholiken, die das 14. bzw. 16. Lebensjahr vollendet haben.

Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner wird am Sonntag in der Dompfarre seine Stimme abgeben und zeigt sich dankbar über die Bereitschaft der Kandidaten, Kirche aktiv mitzugestalten: „Menschen, die ihren Glauben aktiv leben, sind gleichsam die Visitenkarte der Kirche. Sie geben Pfarre und Glauben ein Gesicht.“ Für die Lebendigkeit pfarrlichen Lebens sei die Beteiligung und Mitgestaltung entscheidend. „Der Pfarrgemeinderat ist hier unverzichtbar“, betont der Erzbischof.

„Wählen heißt mitbestimmen!“

Auch Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf ruft zur Wahl auf: „Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten sind Zeichen unseres gelingenden, demokratischen Miteinanders und unserer Mitverantwortung in Kirche und Staat. Verantwortung übernehmen und tragen ist Chance und Pflicht für uns alle. Deshalb nehmen auch Sie an der heurigen Pfarrgemeinderatswahl teil!“

Landesrat Josef Schwaiger: „Wählen heißt mitbestimmen. Diese Chance sollte jeder nutzen, dem die Pfarrgemeinde am Herzen liegt!“

Kimbie Humer-Vogl, Landtagsabgeordnete der Salzburger Grünen, kandidiert selbst für die PGR-Wahl und ist überzeugt: „Wo es um Gemeinschaft geht, ist auch Einsatz gefragt. Ich will mich dafür einsetzen, dass sich auch weiterhin viele Menschen in unserer Pfarrgemeinde geborgen fühlen und  ihren Glauben feiern können. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen an der Pfarrgemeinderatswahl teilnehmen.“

Bürgermeisterstellvertreterin Anja Hagenauer wird ebenfalls von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen: „Demokratie gibt es nicht nur in der Politik, sondern auch in der Kirche. Daher nehme ich mein Wahlrecht wahr.“

Die PGR-KandidatInnen mit PGR-Referentin Klaudia Achleitner; sitzend: Armin Baldauf, Christina Repolust; stehend (v.l.n.r.): Monika Gfrerer, Katrin Schweiger, Manuela Ebner, Klaudia Achleitner, Elisabeth Biechl / Foto: PGRÖ Die PGR-KandidatInnen mit PGR-Referentin Klaudia Achleitner; sitzend: Armin Baldauf, Christina Repolust; stehend (v.l.n.r.): Monika Gfrerer, Katrin Schweiger, Manuela Ebner, Klaudia Achleitner, Elisabeth Biechl / Foto: PGRÖ ©

Erste Pfarrgemeinderäte 1969 in Salzburg

Die Pfarrgemeinderäte wurden nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil eingeführt, um der Mitverantwortung von Laien in der Kirche Ausdruck zu geben. Die ersten Pfarrgemeinderäte wählten die Katholiken 1969 in der Erzdiözese Salzburg und in der Diözese Graz-Seckau. Seit 1987 gibt es einen einheitlichen Wahltermin für alle österreichischen Diözesen.

Heute gibt es Pfarrgemeinderäte in allen 3.032 österreichischen Pfarren. Ihnen gehören insgesamt rund 45.000 Personen an, davon 30.000 gewählte Mitglieder. Die Zahl der Mitglieder eines Pfarrgemeinderates hängt von der Größe der Pfarre ab.

Anders als bei politischen Wahlen sind auch jene Katholiken stimmberechtigt, die keinen österreichischen Pass haben. Das Mindestwahlalter liegt in der Erzdiözese bei 14 Jahren. Wo das Familienwahlrecht zur Anwendung kommen kann, sind Eltern berechtigt, auch für ihre Kinder eine Stimme abzugeben. Eine Sonderregelung gibt es auch für das Bundesheer: Soldaten dürfen sowohl in der Militärpfarre als auch in ihrer Heimatpfarre ihre Stimme abgeben.

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