50.000 Salzburger “i-Tüpfelchen” für den Wiener Opernball

Jörg Doll lenkt seit 18 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Carolin die Geschicke der Salzburger Traditionsgärtnerei.
Jörg Doll lenkt seit 18 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Carolin die Geschicke der Salzburger Traditionsgärtnerei. - © SALZBURG24/Berger
Salzburg spielt am prestigeträchtigen Opernball in der Wiener Staatsoper seit vielen Jahren eine maßgebliche Rolle – so auch heuer. In der Kunstgärtnerei Doll in der Stadt Salzburg werden bereits seit Freitag Kränze gebunden und Blumen gesteckt. Wir haben den Floristen über die Schulter geschaut.




Die Arrangements sind in den Farben Weiß, Pfirsich, Rose und Pink gehalten, Hauptblume ist die Ranunkel. „Unsere Floristen binden Kränze aus Eukalyptuszweigen, die dann mit den Blüten geschmückt werden“, erklärt Jörg Doll im Gespräch mit SALZBURG24, „das soll an Hochzeitskränze erinnern“. So lautet das Motto am Wiener Opernball in diesem Jahr „Le nozze di Figaro“ (dt. Figaros Hochzeit) – getreu einer Oper von Wolfgang Amadeus Mozart.

Doll seit 18 Jahren am Opernball beteiligt

Seit sich Maria Großbauer für die Organisation verantwortlich zeichnet, bestimmt eine Oper das Thema des Balls. „Wahrlich angemessen für ein solch prunkvolles Haus wie die Wiener Staatsoper“, ist Doll überzeugt. Unter Elisabeth Gürtler wurde der Ball jährlich im Zeichen des jeweiligen EU-Ratsvorsitzlandes ausgerichtet. „Auch der Blumenschmuck hat sich an dem jeweiligen Land orientiert“, erinnert Doll sich zurück. Gürtler war es auch, die die Gärtnerei erstmals für den Opernball mit ins Boot geholt hat. „Wir haben uns bereits von unserer Zusammenarbeit im Hotel Sacher gekannt, und da hat sie uns angefragt“, so Doll. Seit dem Jahr 2000 kommen die Blumen für den Opernball mittlerweile aus Salzburg.

Bereits im Sommer fängt man im Hause Doll mit den ersten Planungen an. „Wir müssen uns hier vor allem an die Gegebenheiten im historischen Opernhaus anpassen. Da kann man nicht einfach Befestigungshaken in die Wand hineinbohren“, schmunzelt der Salzburger. „Die Oper ist so prachtvoll in ihrer Architektur – unsere Blumen sind da lediglich das i-Tüpfelchen“, gibt er sich bescheiden.

Opernball-Dekoration besteht aus rund 50.000 Blumen

Rund 50.000 dieser „i-Tüpfelchen“ werden für die heurige Dekoration verarbeitet. Der Warenwert bewegt sich im fünfstelligen Bereich. Eine genauere Zahl will Doll nicht nennen.

Einmal am Wiener Opernball dabei sein

Das Team beläuft sich auf etwa 30 Mitarbeiter, darunter Floristen, Monteure und Chauffeure. „Es kommen aber auch immer wieder Menschen dazu, die sich extra dafür bei uns bewerben – einfach um einmal am Opernball mit dabei sein zu dürfen“, erzählt der Firmenchef. Laut Doll reicht dafür „Engagement, Freude und natürlich die Liebe zu Blumen“. Eine floristische Ausbildung ist nicht zwingend nötig, denn „wir brauchen ja auch Leute, die unseren Floristen zuarbeiten“. Bewerben kann sich laut Doll jeder – für heuer ist es allerdings schon etwas zu spät. Denn die Blumen werden am Dienstag in Lkw nach Wien gebracht, um rechtzeitig für den Opernball am Donnerstag in Szene gesetzt zu werden.

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