54-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen vor Gericht

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Ein 54-jähriger Salzburger stand am Mittwoch wegen Missbrauchs einer Unmündigen vor Gericht.
Ein 54-jähriger Salzburger stand am Mittwoch wegen Missbrauchs einer Unmündigen vor Gericht. - © APA/HERBERT PFARRHOFER
Ein 54-jähriger Salzburger ist am Mittwoch wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen vor einem Schöffensenat am Landesgericht Salzburg gestanden. Er soll über mehrere Jahre hindurch an einer unmündigen Freundin seiner Tochter dem Geschlechtsverkehr gleichzusetzende Handlungen vorgenommen haben. Der Mann gestand ein intimes Verhältnis zu dem Mädchen ab ihrem 15. Lebensjahr ein. Der Prozess wurde am Nachmittag vertagt.

Der Prozess gegen einen 54-jährigen Salzburger wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer unmündigen Freundin seiner Tochter ist am Mittwochnachmittag am Landesgericht Salzburg auf 22. Dezember vertagt worden. Es wird noch ein weiterer Zeuge einvernommen, wie Gerichtssprecher Peter Egger der APA mitteilte. Der Angeklagte hatte ein Teilgeständnis abgelegt.

Staatsanwalt Andreas Allex warf dem Angeklagten nicht nur sexuellen Missbrauch, sondern auch Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses und das Vergehen des Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen vor. Laut Anklage soll der Pensionist in zahlreichen Angriffen im Zeitraum von Februar 2001 bis Februar 2004 die Taten begangen haben. Zudem soll er dem Mädchen von 2004 bis 2008 wiederholt körperliche und seelische Qualen zugefügt haben, indem er es gefesselt und mit einer Peitsche geschlagen habe. So lautet die Anklage.

“Mit der Peitsche ein bisschen ihr Gesäß berührt”

Der Salzburger, der von Rechtsanwalt Leopold Hirsch verteidigt wurde, bestritt diesen Vorwurf. Er habe weder das Mädchen noch seine eigenen beiden Töchter und seinen Sohn geschlagen. Was zutreffe sei, dass er mit der Freundin seiner Tochter zweimal im Monat “geschlafen” habe, allerdings erst ab ihrem 15. Lebensjahr, wie der Mann beteuerte. Während des Sexualverkehrs habe er auch Schlaufen verwendet, die das Mädchen selbst lösen habe können, und er habe mit der Peitsche “ein bisschen” ihr Gesäß berührt, so dass dieses gerötet gewesen sei. Er habe das Mädchen jedoch vorher gefragt, ob es mit diesen Handlungen einverstanden ist. Es habe zugestimmt und gemeint, man könne das einmal ausprobieren, sagte der 54-Jährige.

Hatte 54-Jährige eine Beziehung mit Teenager?

Der Beschuldigte erzählte dem vorsitzenden Richter Christian Hochhauser, die Mutter des Mädchens habe es erlaubt, dass die damals Elfjährige in seiner Wohnung übernachtet. Er lebte ohne Partnerin mit seinen drei Kindern in der Wohnung. Die Schülerin habe ihre Aufgaben bei ihm gemacht und mit einer Tochter gespielt. Anfangs habe sie bei seinen zwei Töchtern im Zimmer geschlafen, dann bei seinem behinderten Sohn.

Als das Mädchen eine Lehre begann, habe es ein eigenes Zimmer bekommen. Von da an sei er eine Beziehung mit dem Teenager eingegangen, erklärte der Angeklagte. Im Alter von etwa 19, 20 Jahren sei die junge Frau vorerst wieder zu ihrer Mutter gezogen. Er habe sie dann nur mehr sporadisch gesehen, so der Pensionist.

(APA)

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