70. Frankfurter Buchmesse: Jugendliteraturpreis vergeben

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Uwe-Michael Gutzschhahn ist der glückliche Preisträger
Uwe-Michael Gutzschhahn ist der glückliche Preisträger - © dpa
Auf der Frankfurter Buchmesse ist am Freitagabend der mit insgesamt 72.000 Euro dotierte Deutsche Jugendliteraturpreis vergeben worden. Die Kritikerjury prämierte je ein Bilder-, ein Kinder-, ein Jugend- und ein Sachbuch. Mit dem Sonderpreis für das Gesamtwerk wurde der Übersetzer Uwe-Michael Gutzschhahn geehrt. Er habe sich mit jedem Genre erfolgreich auseinandergesetzt, so die Begründung.

Als bestes Bilderbuch konnte sich “Der siebente Bruder oder Das Herz im Marmeladenglas” (Gerstenberg) von Öyvind Torseter durchsetzen. In seiner opulenten Graphic Novel verbinde der norwegische Künstler “verschiedenste Illustrationsstile zu einem höchst anspruchsvollen, gelungenen Ganzen” und erzähle auf diese Weise das traditionelle Märchen in einer innovativen Form.

In der Sparte Kinderbuch wurde das Erstlesebuch “Viele Grüße, Deine Giraffe” (Moritz) ausgezeichnet. Der Briefroman der japanischen Autorin Megumi Iwasa erzählt von der Freundschaft zwischen einer Giraffe in Afrika und einem Pinguin am Südpol. Die Jury lobte den sprachlich einfachen, literarisch gestalteten Text.

Als bestes Jugendbuch überzeugte Manja Präkels’ autobiografisch gefärbter Roman “Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß” (Verbrecher Verlag). Sie porträtiert darin eine Generation, die den Niedergang der DDR abseits der Großstädte weniger als Befreiung denn als widersprüchliches gesellschaftliches Ereignis erlebt.

Sieger beim Sachbuch wurde “Der Dominoeffekt oder Die unsichtbaren Fäden der Natur” (Fischer Sauerländer). In 18 Kapiteln schildert der Ökologe Gianumberto Accinellisd die Folgen menschlicher Eingriffe in das Gleichgewicht der Natur. Der Sonderpreis für “Neue Talente” ging an Gesa Kunter für ihre kreative Übersetzung der Textwerkstatt “Schreib! Schreib! Schreib!”.

Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird seit 1956 für herausragende Kinder- und Jugendbücher vergeben. Mit Ausnahme des Sonderpreises für das Gesamtwerk (12.000 Euro) sind die Auszeichnungen mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

(APA/dpa)

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