“88” als Wunschkennzeichen: Wirbel um Salzburger FPÖ-Politiker

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Der FPÖ-Funktionär besitzt sein Wunschkennzeichen nach eigenen Angaben seit 2012 (Symbolbild).
Der FPÖ-Funktionär besitzt sein Wunschkennzeichen nach eigenen Angaben seit 2012 (Symbolbild). - © Bilderbox
Ein Flachgauer FPÖ-Funktionär ist mit einem Wunsch-Autokennzeichen mit der Zahl “88” unterwegs, was von den Grünen heftig kritisiert wird. Das berichtete das ORF Radio Salzburg am Samstag. Die Ziffernfolge gilt als Nazi-Code für “Heil Hitler”.

Der Mann erklärt sie aber mit einem privaten Jahrestag. Von der blauen Landespartei hieß es, man werde das Gespräch suchen und erwäge Konsequenzen.

Grüne: Heilig-Hofbauer ortet Nazi-Codes

Hier werde “offensichtlich mit Nazi-Codes gespielt”, kritisierte der Grüne Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer im Gespräch mit dem ORF. “Ich weiß nicht, ob der Funktionär ein Nazi ist. Aber offensichtlich findet er es lustig, mit Nazi-Codes zu spielen. Und diese Anspielung auf Hitler wird auch explizit gemacht”, so der Grüne. Denn der FPÖ-Mann sei auf Facebook von einem Freund darauf aufmerksam gemacht worden, dass “88” ein “Gruß an Adolf” sei und habe dafür sogar ein “Like” vergeben, präzisierte er gegenüber der APA.

FPÖ-Funktionär versteht Aufregung nicht

Der Flachgauer FPÖ-Funktionär bestreitet, bei der Auswahl des Kennzeichens einen Nazi-Code im Sinn gehabt zu haben: Er sei an einem 8. August mit seiner Frau zusammengekommen, erklärte er gegenüber der APA die Ziffernfolge. Er sei zwar schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht worden, was “88” bedeute, räumte er ein, aber “ich habe das nie richtig ernst genommen”, denn “mit so etwas habe ich nichts am Hut”. Der Kommunalpolitiker versteht die Aufregung nicht, schließlich würden ja auch viele reguläre Autokennzeichen die Ziffernfolge enthalten, meinte er. Er wolle das Nummernschild auf jeden Fall behalten, weil “das Datum ist mir wichtig”.

FPÖ: Bei Provokation drohen Konsequenzen

Bei der Landespartei sieht man die Sache nicht ganz so entspannt: Es werde ein Gespräch mit dem Funktionär geben, so ein Sprecher auf APA-Anfrage. “Sollte sich herausstellen, dass es sich um eine bewusste Provokation handelt, werden wir über Konsequenzen nachdenken”, kündigte er an, denn das wäre “unentschuldbar”. Er gehe allerdings vorerst nicht von einer bewussten Provokation aus. Welche Konsequenzen man ziehen könnte, ließ er noch offen.

Heute würde das diskutierte Wunschkennzeichen wohl gar nicht mehr vergeben werden: Das Verkehrsministerium hat diverse Kennzeichen mit anstößigen Codes mittlerweile verboten. Darunter ist auch die Kombination 88. Schon vergebene Nummerntafeln sind aber 15 Jahre gültig. Der FPÖ-Funktionär besitzt sein Wunschkennzeichen nach eigenen Angaben seit 2012.

(APA)

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