Zwölf Tote bei indischen Schüssen auf Bus in Pakistan

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Bei Schüssen indischer Soldaten auf einen Passagierbus im pakistanischen Teil von Kaschmir hat es zwölf Tote gegeben. Nach pakistanischen Angaben wurden neun Zivilisten und drei Soldaten getötet. Das bestätigten am Mittwoch örtliche Polizeibeamte und die pakistanische Armee.

Laut einer Stellungnahme des Militärs hat eine Mörsergranate den Bus nahe dem Grenzdorf Dhudnial getroffen. Elf Menschen seien verletzt worden. Die Grenzregion Kaschmir ist zwischen Pakistan und Indien umstritten.

Erst am Dienstag hatte die indische Armee mitgeteilt, dass drei ihrer eigenen Soldaten an der Grenze von pakistanischen Soldaten getötet worden seien. Ein Leichnam sei “verstümmelt” gewesen. Nach Medienangaben war der Mann geköpft worden. Eine indische Armeequelle bestätigte am Mittwochmorgen, Indien habe daraufhin mit Mörsern und Granaten auf die pakistanische Seite gefeuert. “Wir wollten klarmachen, dass Verstümmelung nicht akzeptabel ist.”

Am frühen Mittwochabend (Ortszeit) ergänzte ein Sprecher des indischen Verteidigungsministeriums, Manish Mehta, Pakistan habe seit 9.00 Uhr am Morgen wahllos auf viele Grenzposten geschossen. Die indischen Posten antworteten “gebührend”.

Seitdem Indien Ende September erstmals seit 45 Jahren zugegeben hatte, mit seinen Soldaten die Grenzlinie übertreten zu haben, gab es dort fast täglich Schusswechsel zwischen Soldaten der beiden Nuklearmächte. Allein in Pakistan sind in diesem Jahr mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen, die meisten seit September.

(APA/dpa)

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