Südafrika: 955 eingeschlossene Bergleute bei dramatischer Rettung befreit

Akt.:
Südafrika: 955 eingeschlossene Bergleute bei dramatischer Rettung befreit
© In dieser Mine ereignete sich der Unfall./APA/AFP
Mehr als 900 in einer südafrikanischen Goldmine eingeschlossene Bergleute sind gerettet worden. Sie seien am Freitag in der Früh wieder sicher an die Erdoberfläche gebracht worden, teilte das Bergbauunternehmen Sibanye-Stillwater mit. Wegen eines Stromausfalls nach einem Unwetter am Mittwochabend hatten die Aufzüge die 955 Kumpel nach Ende ihrer Schicht nicht mehr nach oben bringen können.

Es sei eine gewaltige Rettungsaktion gewesen, teilte der Chef von Sibanye-Stillwater, Neal Froneman, mit. Die Bergarbeiter seien alle unverletzt, teilte die Nationale Bergarbeitergewerkschaft NUM mit. Allerdings seien sie erschöpft. Die Mitarbeiter werden der Bergbaufirma zufolge medizinisch untersucht und Beratung zur Traumabewältigung erhalten.

Bergarbeiter nach Stromausfall in Stollen eingeschlossen

Ein Sturm hatte demnach zwei Stromleitungen, die das Beatrix-Bergwerk etwa 300 Kilometer südwestlich von Johannesburg mit Strom versorgen, zum Zusammenbruch gebracht. Zunächst konnten Donnerstagfrüh mit Hilfe der Notstromversorgung 336 Menschen aus zwei Minenschächten geholt werden, wie es hieß. Wegen eines Schadens hätten allerdings die 955 Bergleute in einem dritten Schacht nicht an die Oberfläche geholt werden können.

In dieser Mine ereignete sich der Unfall./APA/AFP In dieser Mine ereignete sich der Unfall./APA/AFP ©

Rettungsteams und medizinisches Personal seien an Ort und Stelle gewesen, teilte die Bergbaufirma mit. Außerdem wurden demnach die Mitarbeiter mit Essen und Wasser versorgt. Am Freitag konnte dann die Stromversorgung wiederhergestellt werden und die mehr als 900 Mitarbeiter gerettet werden, wie es hieß.

Kritik am fehlenden Notfallplan

Es habe in dem Bergwerk keine ausreichenden Notfallmaßnahmen gegeben, kritisierte der Präsident der Vereinigung der Bergarbeiter- und Bauarbeitergewerkschaft AMCU, Joseph Mathunjwa. Die Gewerkschaft NUM forderte eine Überprüfung der Infrastrukturen in allen Bergwerken “um zu sehen, ob sie mit derartigen Vorfällen umgehen könnten”.

Ab Montag soll die Goldmine wieder in Betrieb genommen werden. In dem Bergwerk wird Gold in einer Tiefe von 700 Metern und 2200 Metern abgebaut. Sibanye-Stillwater gehört nach eigenen Angaben zu den zehn weltgrößten Goldproduzenten. Im Jahr 2016 wurden knapp mehr als zehn Tonnen gefördert (derzeitiger Marktwert rund 350 Millionen Euro).

Südafrika ist ein weltweit wichtiger Produzent von Diamanten, Gold und anderen Edelmetallen. Immer wieder gibt es aber schwere Unglücke.

(APA/dpa)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Konkursverfahren: Zwei Lürzer-... +++ - Task Force gegen Menschenhande... +++ - Dienten zählt zu Europas schön... +++ - Königssee: Mann nach 40-Meter-... +++ - Asylwerber in Salzburg: Großte... +++ - Wasserrettung: Neue Ortsstelle... +++ - Nach Attacke auf Busfahrer in ... +++ - "Salzburg freiwillig rauchfrei... +++ - Chinesen machen verstärkt Urla... +++ - 43-Jähriger wegen versuchten M... +++ - VGT demonstriert vor Regierung... +++ - Krimmler Ache wird gebändigt: ... +++ - Künftig keine Gratis-Zahnspang... +++ - Modellprojekt in Gneis: Knapp ... +++ - 13.000 Euro Schaden: Diebesduo... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen