Abwechslungsreiche Hotelbranche: Interview mit JUFA-Lehrlingen Michelle und Tamirlan

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Tamirlan (li.) und Michelle erzählen von ihre Lehre bei JUFA.
Tamirlan (li.) und Michelle erzählen von ihre Lehre bei JUFA. - © SALZBURG24/Berger
Ihre ersten Schritte ins Berufsleben haben Michelle (15) und Tamirlan (23) in die Hotelbranche geführt. Beide machen derzeit eine Ausbildung in einem der mittlerweile über 50 JUFA-Hotels. Die Jugendgästehäuser bieten Lehrstellen in vier unterschiedlichen Berufen an. Im Rahmen unserer diesjährigen Aktion “Lehrlingsinitiative” haben uns die beiden erzählt, welche Möglichkeiten ihnen in der Lehre offen stehen und was ihnen in ihrem Berufsalltag am besten gefällt.

Seit über 25 Jahren steht der Name JUFA in der Hotelbranche für hohe Qualität, leistbare Preise und ein familienfreundliches Angebot. Mittlerweile gibt es ein Netzwerk von über 50 Häusern in vier Ländern. Mehr als 1.000 Jobs sichert JUFA damit in der umkämpften Branche. Auch als Lehrlingsausbilder hat sich das Unternehmen bereits einen Namen gemacht. Vier unterschiedliche Berufe können erlernt werden: Neben Hotel- und Gastgewerbe-Assistent/ -in auch Koch/ -in, Hotelfachmann/ -frau und Bürokaufmann/-frau.

JUFA bietet umfassende Ausbildung

Neben dem fachlichen Know-How wird bei JUFA großer Wert auf die sogenannten “Soft Skills” gelegt. “Auf soziale und überfachliche Qualifikationen wird in der Wirtschaft immer mehr wert gelegt”, weiß Workshop-Leiterin Birgit Salomon, “unsere Lehrlinge werden spezifischen Trainings in diesem Bereich besonders geschult.”

In der hauseignen Lehrlingsakademie treffen die Auszubildenden aller Hotels regelmäßig zu mehrtägigen Workshops zusammen. “In der Akademie sollen sich die Lehrlinge untereinander auch vernetzen. Wir wollen damit Anreize schaffen, dass sie für ein paar Wochen in ein anderes Haus wechseln und hier neue Erfahrungen sammeln können”, schildert sie. In den einzelnen JUFA-Häusern – angefangen vom Stadthotel bis zur ländlichen Winterunterkunft – bieten sich die unterschiedlichsten Herausforderungen.

Die beiden Lehrlinge für Michelles Arbeitsplatz im JUFA Salzburg./SALZBURG24/Berger Die beiden Lehrlinge vor Michelles Arbeitsplatz im JUFA Salzburg./SALZBURG24/Berger ©

Lehrlingsinterview mit Michelle und Tamirlan

Die 15-jährige Michelle hat vor kurzem ihre Ausbildung zur Hotel- und Gastgewerbe-Assistentin im JUFA-Haus in Salzburg begonnen. Für den 21-jährigen Tamirlan steht bald die Lehrabschlussprüfung als Koch am Terminkalender. Im Doppel-Interview erzählen uns beide, welche Chancen ihnen durch die Lehre bei JUFA eröffnet werden und haben auch den ein oder anderen Tipp für künftige Lehrlinge in der Hotelbranche parat.

SALZBURG24: Warum habt ihr euch für die Lehrstelle in einem JUFA-Hotel entschieden?

MICHELLE: Ich habe mich für den Beruf entschieden, nachdem ich während meiner Schulzeit drei Tage hier im JUFA-Haus in Salzburg schnuppern durfte. Ich habe Einblick bekommen, was zu tun ist, wie etwas erledigt gehört. Das hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Man kann in diesem Beruf jeden Tag etwas anderes machen, etwas Neues lernen. Im Hotelgewerbe ist man auch immer mit verschiedenen Kulturen und Sprachen konfrontiert – das hat mich bei meiner Berufswahl auch sehr gereizt.

Wie war das bei dir, Tamirlan?

TAMIRLAN: Ich habe meine Lehre in einem Restaurant Innsbruck begonnen, bin aber dann nach Graz gezogen. Über das AMS und die Netzwerkorganisation QUA habe ich dann von JUFA die Chance erhalten, meine Lehre fortsetzen und bald auch abzuschließen. Dafür bin ich sehr dankbar.

War es von Anfang an euer Wunsch in einem Hotel zu arbeiten?

MICHELLE: Ich wusste lange nicht genau, was ich beruflich machte möchte. Aber das kurze Schülerpraktikum hat mich sofort überzeugt.

TAMIRLAN: Bei mir war es eine Entscheidung über Umwege. Ich habe mich zuvor schon als Elektriker und Maurer versucht, ehe ich meinen Weg in die Küche gefunden habe. Da möchte ich jetzt aber auch bleiben und mich verwirklichen.

Wenn ihr euch an das Bewerbungsgespräch zurückerinnert, wie war das für euch?

MICHELLE: Bei mir hat es kein Bewerbungsgespräch im eigentlichen Sinne gegeben. Ich habe meine Bewerbungsmappe abgegeben und da mich mein jetziger Chef von den Schnuppertagen schon kannte, war das zum Glück gar nicht mehr nötig.

Das würde ich anderen künftigen Lehrlingen auch raten:  Wenn euch ein Job interessiert, fragt in dem Betrieb, ob ihr für ein paar Tage zum Schnuppern kommen könnt. Da könnt ihr euch ein Bild von der Arbeit machen und die Vorgesetzten lernen euch auch gleich kennen. Bei mir hat das super geklappt!

TAMIRLAN: Ich war mit meiner damaligen Betreuerin beim Bewerbungsgespräch bei Küchenchef Robert Haubenwaller. Ich habe nur gute Erinnerungen daran. Vor einem Bewerbungsgespräch braucht man sich wirklich nicht fürchten. Man sollte am besten ganz locker rein gehen.

Was glaubt ihr, sind die Voraussetzungen für eine Ausbildung in der Hotelbranche?

MICHELLE: Am allerwichtigsten ist meiner Meinung nach Respekt. Man hat ja mit vielen verschiedenen Menschen zu tun. Von Vorteil ist es auch, wenn man mehrere Sprachen spricht. Aber ohne Englisch geht gar nichts. Ich lerne auch noch Italienisch.

TAMIRLAN: Bei mir sind es Deutsch, Englisch und Russisch. Wichtig finde ich auch Motivation, denn die Gastronomie ist nicht ohne. Gute Nerven braucht man auf jeden Fall (schmunzelt). Aber der Job macht mir viel Spaß.

Wie sieht euer Arbeitsalltag aus? Was sind eure Hauptaufgaben?

MICHELLE: Ich bin erst im ersten Lehrjahr. Aber ich habe bereits meine eigenen Aufgaben. Mein Arbeitstag startet um sieben Uhr früh. Dann stehen Schlüsselkarten vorbereiten am Programm. Ich darf auch schon Gäste ein- und auschecken und werde auch im Service eingesetzt. Mein Alltag ist sehr abwechslungsreich. Es kommen immer neue Herausforderungen auf mich zu. Wenn ich Hilfe brauche, ist immer jemand für mich da, aber ich darf für meine kurze Lehrzeit schon sehr viel selbstständig arbeiten. Das gefällt mir.

TAMIRLAN: Ich beginne meist um acht Uhr. Außer der Frühstückskoch hat frei, dann bin ich schon um sechs Uhr im Einsatz. Schon während des Frühstücks fangen wir an, alles für das Mittagsmenü vorzubereiten, da wird viel parallel gearbeitet. Das funktioniert in der Küche alles im Teamwork. Jeder hat seine Aufgaben, jeder hilft mit. Als Koch ist man keinesfalls ein Einzelkämpfer.

Was ist das Besondere an eurer Arbeit? Was gefällt euch persönlich am allerbesten?

MICHELLE: Mir gefällt, dass ich neue Kulturen und Sprachen kennenlerne. Man kommt in Kontakt mit vielen verschiedenen Leuten. Toll finde ich auch, dass mein Beruf so abwechslungsreich ist.

TAMIRLAN: Ich finde, dass man sich in der Küche selbstständig kreativ verwirklichen kann. Im JUFA bekommst du die Möglichkeit, auch als Lehrling deine eigenen Ideen miteinzubringen. Ich darf manchmal sogar den Menüplan für die ganze Woche mitbestimmen und eigene Speisen kreieren. Vor kurzem hatten wir auf der Speisekarte auch Gerichte aus Russland. Das habe ich vorgeschlagen.

Mir ist das sehr wichtig, dass man bei uns als Lehrling nicht an der Seite steht und nur zuschauen darf, sondern aktiv mitarbeitet und auch Entscheidungen trifft. Man ist von Beginn an ein vollwertiges Teammitglied.

JUFA ist in mehreren Städten und Ländern vertreten. Wäre es für euch eine Option, mal in ein anderes Haus zu wechseln?

MICHELLE: Vorstellbar wäre es für mich schon. Für den Anfang möchte ich aber auf jeden Fall noch in Salzburg bleiben.

TAMIRLAN: Bei uns gibt es ja die Möglichkeit, auch schon während der Lehrzeit für wenige Wochen in einem anderen JUFA zu schnuppern. Das finde ich sehr toll. Das bringt einen persönlich sicher weiter.

Wie schauen eure Pläne für die Zukunft aus? Wo seht ihr euch in fünf Jahren.

MICHELLE: Ich hoffe, dass ich dann meine Lehre bereits erfolgreich abgeschlossen habe. Schön wäre es auch, wenn ich dann noch hier im JUFA in Salzburg an der Rezeption arbeite. Ja, so kann ich mir das in fünf Jahren gut vorstellen.

TAMIRLAN: Ich werde bald meine Lehre abschließen und möchte danach auf Saison in die Schweiz gehen. Ich hoffe, dass ich meine Lehre als Sprungbrett nutzen und mir dann etwas Eigenes aufbauen kann. Die Selbstständigkeit ist ein großes Ziel von mir.

Welche Tipps habt ihr für Jugendliche, die sich in einem JUFA-Hotel für eine Lehrstelle bewerben möchten?

MICHELLE: Wenn man an der Rezeption arbeiten will, sollte man auf keinen Fall schüchtern sein. Wir sind hier im Haus eine große Familie, da wird man gut aufgenommen.

TAMIRLAN: Viele Lehrlinge sind am Anfang total zurückhaltend und warten passiv auf neue Anweisungen. Man sollte aber von Beginn an offen sein, kreativ mitarbeiten und Initiative zeigen.

Und zum Schluss ein Frage an euch als Experten der Branche: Worauf achtet ihr ganz besonders, wenn ihr in einem Hotel übernachtet?

MICHELLE: Mir ist die Sauberkeit in einem Hotel besonders wichtig. Aber auch auf Freundlichkeit und höflichen Umgang mit Gästen achte ich besonders. Darauf lege ich selbst bei meiner Arbeit sehr viel Wert. Und nicht zu vergessen, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Das fällt ja dann in deine Sparte. (schmunzelt)

TAMIRLAN: Vor allem bei Buffets finde ich wichtig, dass es nicht einfach hingeklatscht ist, sondern mit Liebe vorbereitet worden ist. Da hat man gleich viel mehr Appetit. Den Komfort und die Freizeitmöglichkeiten, die man in einem JUFA-Hotel hat, sollten auch gegeben sein.

 

 

Entgeltliche Kooperation mit den JUFA Hotels.

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