Acht Frauen und ein Kind bei Luftangriff im Jemen getötet

Bei einem nächtlichen Luftangriff nahe der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind acht Frauen und ein Kind getötet worden. Wie Ärzte am Donnerstag mitteilten, wurde ein Haus im Bezirk Arhab rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt attackiert, wo eine Trauerfeier stattfand. Die schiitischen Houthi-Rebellen machten die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition für den Angriff verantwortlich.

Die Allianz selbst konnte für eine Stellungnahme zunächst nicht erreicht werden. Nach Angaben von Ärzten wurden bei dem Luftangriff auch mindestens zehn Frauen verletzt, die in Krankenhäuser nahe Sanaa gebracht wurden. Bei dem angegriffenen Ort handelte es sich demnach um ein Privathaus im Dorf Shiraa, wo sich die an der Trauerfeier teilnehmenden Frauen versammelt hatten.

Im Jemen wütet seit Anfang 2015 ein Bürgerkrieg zwischen den Houthi-Rebellen und den Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi. Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen. Seitdem wurden mehr als 7400 Menschen getötet. Die UNO fordert eine Waffenruhe, damit dringend benötigte humanitäre Hilfe ins Land gelangen kann, sowie politische Gespräche über ein Ende des Konflikts.

(APA/ag.)

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