Adventmärkte in Salzburg: Deix-Ausstellung, Dampfzug und Grillen

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Das Bundesland hat eine ganze Reihe charmanter Weihnachtsmärkte zu bieten.
Das Bundesland hat eine ganze Reihe charmanter Weihnachtsmärkte zu bieten. - © APA/Gindl/Archiv
Die Weihnachtsmärkte in Salzburg bieten neben Traditionellem wieder einige Besonderheiten. Gut Aiderbichl in Henndorf präsentiert ab 12. November nicht nur Europas größte begehbare Lebendtierkrippe in einem Zelt, sondern auch eine Manfred-Deix-Ausstellung. Der “Hellbrunner Adventzauber” verlangt erstmals eine Eintrittsgebühr. Er öffnet wie der Salzburger Christkindlmarkt am 17. November.


Für die drei Euro, die Besucher ab einem Alter von sechs Jahren in Hellbrunn am Samstag, Sonntag und Feiertag untertags zahlen müssen, erhält man einen Gutschein für ein gratis Heißgetränk im Wert von 3,50 Euro. Ab 18.00 Uhr sowie Montag bis Freitag ist der Eintritt frei. Mit dem Eintrittsgeld sollen laut Veranstalter die Kosten gedeckt und die Besucher – im Vorjahr kamen rund 300.000 – zum längeren Verweilen animiert werden. Denn gerade an Wochenenden werden Touristen von Reisebusunternehmen rasch durchgeschleust.

13.000 Weihnachtskugeln und Märchenwald in Hellbrunn

Zu bestaunen gibt es vieles in Hellbrunn: 13.000 rote Kugeln und Lichterketten schmücken die rund 400 Nadelbäume des “Märchenwaldes” vor dem Lustschloss. Acht Meter hoch ist der überdimensionale Weihnachtsengel des Künstlers Markus Anders. Die Anifer Krampusse gestalten eine mystische “Krampuswelt”, das Kinderprogramm reicht von Streichelzoo, Würstlgrillen, Märchengeschichten am Lagerfeuer, Weihnachtszug bis Kekserlbacken und Ponyreiten. Die Wasserspiele werden für einen Winterspaziergang stimmungsvoll beleuchtet.

Salzburger Christkindlmarkt erfreut seit 1491

Noch mehr Besucher als Hellbrunn lockt der Salzburger Christkindlmarkt auf den Dom- und Residenzplatz in der Stadt Salzburg, jährlich kommt rund eine Million. Die Wurzeln des ehemaligen “Tandlmarktes” reichen bis 1491 zurück. Er zählt damit zu den ältesten Christkindlmärkten Europas. In den 96 Holzhütten werden vorwiegend Weihnachtsdekorationen, Kunsthandwerk und kulinarische Schmankerl angeboten. Mehr als 90 Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen runden bis einschließlich 26. Dezember das festliche Rahmenprogramm ab. Am 26. November um 16.30 Uhr haben das Christkind, das zuvor ein Casting bestehen musste, und seine vier Engel ihren ersten Auftritt. Highlights des Christkindlmarktes sind auch “Freies Chorsingen”, das Turmblasen und historische Führungen. Die Getränke werden zum Schutz der Umwelt nur in Mehrweg-Häferln oder in biologisch abbaubaren Bechern ausgeschenkt. Der 23 Meter hohe Christbaum auf dem Residenzplatz, den rund 700 LED-Lampen zum Strahlen bringen, stammt heuer aus der Stille-Nacht-Gemeinde Mariapfarr (Lungau).

Wolfgangseer Advent wird zum Publikumshighlight

Zu einem Besuchermagnet entwickelte sich im Lauf der Jahre auch der Wolfgangseer Advent, bei dem die drei Orte St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang mit Schiffen verbunden sind. Die 19 Meter hohe, schwimmende Friedenslicht-Laterne vor St. Wolfgang weist den Besuchern schon von weitem den Weg. Ein Advent-Dampfzug schnauft in idyllischer Landschaft bis auf 1.015 Meter Seehöhe des Schafberges. Die Adventmärkte der drei Wolfgangsee-Gemeinden legen viel Wert auf heimische Produkte und Schmankerl.

Deix-Ausstellung auf Gut Aiderbichl

Der Tiergnadenhof Gut Aiderbichl stellt heuer Tierzeichnungen des im Juni verstorbenen Karikaturisten und Cartoonisten Manfred Deix aus. Der Ausnahmekünstler sei ein großer Unterstützer und vor allem auch ein guter Freund von Aiderbichl gewesen, so die Gutsverwaltung. “Er war ein absoluter Katzenlieber.” Der Weihnachtsmarkt, der bis 6. Jänner geöffnet ist, hat auch eine “Pony- und Esel-Putzstation” für Kinder eingerichtet.

Kleinere Märkte punkten mit Entschleunigung

Kleinere Adventmärkte in Stadt und Land Salzburg wollen vor allem mit Gemütlichkeit und Entschleunigung punkten. Im Franziskischlössl auf dem Kapuzinerberg werden an den Adventwochenenden Spezereien aus österreichischen Genussregionen serviert. Beim Salzburger Festungsadvent auf der Festung Hohensalzburg, eine der größten Burgen Europas, ist heimisches Kunsthandwerk groß geschrieben. Stiegl’s Brauwelt gestaltet einen “bierigen” Advent im Gastgarten.

Besinnlicher wird die Atmosphäre wohl beim Adventmarkt vor der Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf bei Punsch und Lebkuchen sein, ebenso beim “Waldklang” in Anif, wo ebenfalls Eintritt zu zahlen ist. Der “Advent der Dörfer” in der Fuschlsee-Region wirbt mit “kleinen, feinen Adventmärkten voll Charme und Tradition”. Hirtenspiele, Perchtenläufe, Pferdeschlittenfahrten, Handwerksvorführungen und Stubenmusik stehen auf dem Programm. Der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Fuschl wird an den Adventwochenenden von Bläserensembles musikalisch umrahmt. Der St. Lazarus Adventmarkt rund um das Guggenthaler Kircherl in Koppl offeriert “genug Platz für ein nettes Gespräch mit Freunden am Feuer”.

Pferdeschlitten und Fackelwanderung bei Märkten im Gebirge

Stimmungsvolle Adventmärkte gibt es auch im Gebirge, wie beim Adventzauber in Bad Hofgastein und beim Salzburger Bergadvent im Großarltal mit heimischen Volksmusikgruppen, Kunsthandwerk, Pferdeschlittenfahrten, Hirtenspielen und Fackelwanderungen. In St. Johann im Pongau öffnet heuer erstmals der “Licht-Advent” seine Pforten, der Stadtpark wird in “atemberaubende Lichtinstallationen” getaucht. Die beiden überregionalen Adventmärkte in Großarl und St. Johann, die nur 15 Autominuten voneinander entfernt sind, haben auch ein buntes Kinderprogramm zusammengestellt.

(APA)

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