Afrikanische Schweinepest: Land Salzburg warnt vor Fleischimport

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Landesveterinärdirektor Josef Schöchl (li.) und der Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule Winklhof Georg Springl machen auf den Virus aufmerksam.
Landesveterinärdirektor Josef Schöchl (li.) und der Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule Winklhof Georg Springl machen auf den Virus aufmerksam. - © LMZ/Neumayr/Leo
Nachdem in den europäischen Nachbarländern zurzeit die Afrikanische Schweinepest (ASP) kursiert, macht das Land Salzburg auf die tödliche Viruserkrankung aufmerksam und warnt vor importiertem Fleisch.

Die Tierseuche ist vor Jahren über Georgien und Russland aus Afrika mit dem Reiseverkehr in die EU eingeschleppt worden, inzwischen wurde sie in sechs Mitgliedstaaten nachgewiesen. In Lettland wurden allein im Jahr 2018 bereits an die 70 Tiere mit dem Virus infiziert. In Österreich liegen noch keine Fälle vor, informiert Landesveterinärdirektor Josef Schöchl am Dienstag in einer Aussendung.

Afrikanische Schweinepest: Jeden Verdacht melden

Die ASP ist eine seuchenhaft verlaufende, höchst ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen. Für den Menschen und anderes Wild ist sie aber ungefährlich. “Dennoch gilt es, aufmerksam zu ein und jede Erkrankung eines Tieres an der Afrikanischen Schweinepest, auch schon bei Verdacht einer Erkrankung, zu melden”, so Schöchl. “Das Risiko des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen ist vor allem in Gebieten in Österreich in denen es große Schweinepopulationen gibt, als hoch einzuschätzen”, so Schöchl.

“Salzburgs Landwirtschaftsschulen achten hier besonders auf alle Entwicklungen und sind auch wichtige Multiplikatorinnen, wenn es darum geht wichtige Informationen rasch weiterzutragen”, so Georg Springl, Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule Winklhof mit Fachrichtungen Landwirtschaft, Pferdewirtschaft, Betriebs- und Haushaltsmanagement

Virusübertragung von Tier zu Tier

Die Virusübertragung erfolgt direkt von Tier zu Tier oder indirekt über infiziertes Futter oder Wasser, Zecken, kontaminierte Fahrzeuge und Geräte, Bekleidung wie zum Beispiel schmutzige Stiefel, infiziertes Rohfleisch oder -würste, aber auch Jausenreste wie Salami und Schinken, wenn diese kontaminiert sind. Diese können bis zu sechs Monate ansteckungsfähig bleiben. Die Inkubationszeit, das heißt, der Zeitpunkt der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt drei bis 19 Tage.

Mögliche Symptome bei Wildschweinen

Folgende Symptome bei Wildschweinen im Akutfall können auftreten: Fieber (40,5 bis 42 Grad Celsius), halten sich zu untypischen Zeiten in Suhlen auf, Abgeschlagenheit, Hautrötungen und Blutungen an Tellern, Schwanz, Bauch und Brust, Erbrechen und Durchfall. Der Tod tritt innerhalb von sechs bis 13 Tagen ein. Die Sterblichkeitsrate beträgt beinahe 100 Prozent. Dennoch überlebende Tiere sind meist lebenslang Virusträger.

Keine Fleischimporte aus betroffenen Ländern

“Bei Jagdreisen in von ASP betroffenen Ländern gilt es, unbedingt die Vorsichts- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Und es dürfen keine Fleisch und Fleischwaren nach Österreich mitgenommen werden. Auch mitgebrachte Trophäen stellen eine besondere Gefahr dar”, so Schöchl, der auch darauf hinweist, dass das Virus im Gefrierfleisch jahrelang vermehrungsfähig bleibt.

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