Airbnb will Steuervereinbarungen mit Städten schließen

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Der Zimmervermittlungsriese reagiert auf massive Kritik
Der Zimmervermittlungsriese reagiert auf massive Kritik - © APA (AFP)
Das Zimmervermittlungsportal Airbnb will bis Ende 2017 mit 500 weiteren Städten Steuervereinbarungen schließen. Es gebe bereits 200 solcher Vereinbarungen, über die das Unternehmen Übernachtungssteuern von seinen Kunden einziehe und an die örtlichen Behörden weiterreiche, sagte Airbnb-Chef Brian Chesky der “Financial Times” (FT) vom Montag.

Die bis Ende 2017 angepeilten 700 Städte sorgen demnach für 90 Prozent der Einnahmen des Portals. Airbnb ist weltweit in über 50.000 Städten tätig und hat etwa mit Amsterdam, Chicago oder Nizza entsprechende Vereinbarungen. In Paris, dem größten Markt, kassiert Airbnb dem Bericht zufolge für die Zimmer 0,83 Euro pro Nacht an Tourismusabgabe.

Mit Steuerabkommen kein “existenzielles Risiko”

Mit einem Steuerabkommen gebe es kein “existenzielles Risiko”, betonte Chesky. In Frankreich, dem zweitgrößten Markt für Airbnb nach den USA, zieht das Unternehmen demnach seit 2015 in Paris und im Skiort Chamonix automatisch Übernachtungssteuern ein. Seither wurde dies auf andere große Städte ausgeweitet.

Privat mieten bei Airbnb

Airbnb vermittelt Übernachtungsmöglichkeiten aller Art bei Privatleuten. Das Unternehmen ist in mehr als 190 Ländern aktiv und wird mit geschätzt 30 Mrd. Dollar (28,2 Mrd. Euro) bewertet. Das Portal ist vor allem der Hotelbranche ein Dorn im Auge; diese fürchtet um Einnahmen.

(APA/ag.)

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