AK: Unbezahlte Überstunden entsprechen 30.000 Jobs

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AK-Präsident Kaske kontert WK-Präsident Leitl
AK-Präsident Kaske kontert WK-Präsident Leitl - © APA
Einen Tag nachdem Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl flexiblere Arbeitszeiten eingefordert hat, hat die Arbeiterkammer den Spieß umgedreht und ein Ende der unbezahlten Überstunden gefordert. “Schon jetzt sind von den 250 Millionen Überstunden, die pro Jahr geleistet werden, rund 50 Millionen nicht bezahlt”, so AK-Präsident Rudi Kaske. Dies entspreche 30.000 Vollzeitarbeitsplätzen.

“Wer über Flexibilisierung reden will, der soll zunächst einmal über ordentliche Zeiterfassung reden”, erklärte Kaske in Richtung Leitl. Zu vermuten sei, dass es der Arbeitgeberseite bei jeder weiteren Flexibilisierung nur darum gehe, sich die Mehr- und Überstundenzuschläge zu ersparen, mutmaßt der AK-Chef.

Intelligentere Verteilung statt Erhöhung der Arbeitszeit

“Der bessere Weg wäre, die Arbeitszeit nicht zu erhöhen, sondern intelligent zu verteilen”, so Kaske mit Verweis auf die Studie “Arbeitszeiten in Österreich: Zwischen Wünschen und Realität”. Hier zeige sich, dass Vollzeitarbeitskräfte im Schnitt um eine Stunde 48 Minuten pro Woche kürzer arbeiten wollten, Teilzeitarbeitskräfte aber um zwei Stunden und 42 Minuten länger.

(APA)

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