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AK warnt: Wieder Probleme mit “Cold Calling” und versuchtem Telefonbetrug

Die AK warnt erneut vor Telefonbetrügern in Salzburg. Die AK warnt erneut vor Telefonbetrügern in Salzburg. - © Neumayr/Archiv
Seit Wochen gibt es in der AK-Konsumentenberatung wieder Beschwerden bezüglich unerbetener Werbeanrufe. Es geht um ein Unternehmen, das Fernsehabonnements vertreibt.

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Oft werden den überrumpelten Konsumenten Gewinnzusagen gemacht. Aber auch Testabos oder spezielle Angebote werden versprochen. So wurde einem Betroffenen ein Gratis-Testabo angedient. Der Mann blieb skeptisch und wollte erst einmal nur Infomaterial. Tage später erhielt er einen nicht bestellten Receiver – und die Bestätigung über einen kostenpflichtigen Abovertrag. Den sofortigen Widerruf akzeptierte das Unternehmen nicht und ließ dem Konsumenten weiterhin Zahlungserinnerungen zukommen.

„Es verunsichert viele Betroffene, wenn solche Firmen den durch das  Konsumentenschutzgesetz ganz klar berechtigten Rücktritt nicht akzeptieren. In so einem Fall gilt es hart zu bleiben. Und sich Hilfe bei den Experten der Arbeiterkammer zu holen“, sagt AK-Konsumentenschützerin Angela Riegler. Auch die Bekanntgabe der Kontodaten am Telefon ist gefährlich: Damit ermöglicht man Abbuchungen. „Zwar sind Werbeanrufe, denen man nicht zugestimmt hat grundsätzlich unzulässig. Aber nach aktuellem Recht können dabei trotzdem gültige Verträge zustande kommen“, warnt Riegler. Wir fordern deshalb, dass ausnahmslos alle Verträge, die im Zuge von verbotenen Werbeanrufen abgeschlossen werden, nichtig sind. Es sei denn, der Konsument hat die Gültigkeit nachträglich nochmals schriftlich bestätigt. 

Daten am Telefon nicht angeben

Wer seine Daten einmal bekannt gegeben hat, der wird in Zukunft lästige Werbeanrufe, -Mails und -Postsendungen jedenfalls meist nicht mehr los. Oft werden die angegebenen Informationen weiterverkauft. Und dann melden sich manchmal auch eiskalte Betrüger: So war eine Konsumentin lange Teilnehmerin einer Eurolottogemeinschaft. Sie kündigte die Mitgliedschaft 2011. Kurze Zeit später kam ein Anruf, dass sie trotzdem 130.000 Euro gewonnen hätte. Der Anrufer hatte Adress- und Geburtsdaten und sogar die Geheimnummer der Betroffenen.

Betrug mit “Paysafe-Karten” nimmt zu

Die Konsumentin müsse um den Gewinn einzulösen nur fünf „Paysafe-Karten“, das sind Prepaid-Kreditkarten, kaufen und dem Anrufer deren Daten durchgeben. Mit diesen Informationen kann der Anrufer auf die Guthaben zugreifen. Den vermeintlichen Geldgewinn würde die Betroffene nie erhalten. Dieser Betrug ist eine Variante der Anrufe des vermeintlichen „Konsumentenschützers“, vor dem die AK bereits warnte. Eine weitere Variation dieser Abzocke ist, dass am Telefon behauptet wird, man habe sich bei Delta Lotto und dem Österreichspiel zur Teilnahme verpflichtet, aber nie bezahlt, weshalb jetzt 1.200 Euro fällig würden. Das Inkassoverfahren solle in zwei Tagen starten und könne nur durch schnelle Tilgung von 300 Euro in „Paysafe“ oder „Ukash“-Karten gestoppt werden. „Anders als bei Kreditkarte und Bankkonto können Zahlungen mit Paysafe und Ukash nicht rückgängig gemacht werden. Dieses – völlig legale – Zahlungsmittel ist also das Fundament auf das die Betrüger bauen. Konsumenten sollten hier besonders wachsam sein“, sagt Angela Riegler.



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