AK will verschuldensunabhängigen Unterhalt

Akt.:
Anspruch soll nach Arbeitsteilung berechnet werden
Anspruch soll nach Arbeitsteilung berechnet werden
Die Arbeiterkammer will, dass der Unterhaltsanspruch nach einer Scheidung unabhängig vom Verschulden und vielmehr nach der Arbeitsteilung der Partner berechnet wird. Im Zusammenhang mit einer besseren Absicherung von Frauen pocht die AK außerdem auf die Beseitigung der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe sowie Förderung von partnerschaftlicher Erwerbstätigkeit.


Am morgigen Dienstag beschäftigt sich eine AK-Konferenz unter dem Motto “Zwischen Eigenständigkeit und Abhängigkeit” mit dem Thema. Aus einer entsprechenden Studie zum Unterhaltsrecht der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (Forba), die dort präsentiert wird, liest Ingrid Moritz von der AK-Frauenabteilung vor allem eines heraus: Das österreichische System “stützt das Ernährermodell”. So gebe es etwa die Mitversicherung bei der Krankenversicherung oder den Alleinverdiener-Absetzbetrag im Steuerrecht. Rechtliche Diskrepanzen ortet Moritz etwa bei Lebensgemeinschaften, wo zwar für die Notstandshilfe das Partnereinkommen einberechnet wird, es aber umgekehrt kein Recht auf Unterhalt gebe.

Das ganze habe auch Folgen im Alter, warnte Moritz. Hier wolle die AK auch im Rahmen des Pensionskontos vermehrt aufklären, sagte sie zur APA. Vielen Frauen sei etwa nicht bewusst, dass man bei einer Scheidung “vom Unterhalt nicht leben kann” und dieser außerdem vom Verschulden abhängig sei.

Es gehe um die Förderung der individuellen sozialen Absicherung, und zwar in allen Politikfeldern, betonte Moritz. Eine partnerschaftliche Erwerbstätigkeit solle etwa durch den Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen forciert werden. Das Geld für den Alleinverdiener-Absetzbetrag sollte lieber für den Bereich Kinderbetreuung verwendet werden, meinte Moritz. Nicht antasten will die AK dagegen die Mitversicherung, da dies “zu weitreichende Folgen” hätte.

Dass ein verschuldensunabhängiger, nach Arbeitsteilung berechneter Unterhalt erst wieder dem Ziel der Erwerbstätigkeit entgegenstehen könnte, glaubt Moritz so nicht. Auf Unterhalt sei ohnehin “kein Verlass”, und leben könne man davon auch nicht.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Die Bürgermeister der Stadt Sa... +++ - Harald Preuner: Vize-Bürgermei... +++ - Bernhard Auinger: Hobbyläufer ... +++ - Salzburger SPÖ verlor im Sog d... +++ - Preuner ist Salzburgs neuer Bü... +++ - Harald Preuner ist Salzburgs n... +++ - Verletzte bei Auseinandersetzu... +++ - Saalfelden: Alkolenker flüchte... +++ - Eddie Gustafsson im Sonntags-T... +++ - Wals-Himmelreich: 23-Jähriger ... +++ - Eiskletterer stirbt bei Lawine... +++ - B21: Salzburger bekifft mit de... +++ - Kurioser Einbruch in Mariapfar... +++ - Crash in der Schwarzstraße in ... +++ - Bürgermeisterwahl in Salzburg:... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen