Aktivisten werfen Rebellen im Jemen Landminen-Einsatz vor

Die Rebellen im Jemen setzen nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten Landminen ein und sind damit verantwortlich für hunderte zivile Opfer. Die Houthi-Rebellen hätten seit dem Beginn der Luftangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jahr 2015 in mindestens sechs Provinzen Antipersonenminen eingesetzt, erklärte die Organisation Human Rights Watch am Donnerstag.

Dadurch seien vermutlich hunderte Menschen getötet oder verstümmelt worden, außerdem werde das Leben von Zivilisten in den betroffenen Gebieten beeinträchtigt. Human Rights Watch rief die Rebellen auf, “unverzüglich” den Einsatz von Landminen zu beenden und den vom Jemen ratifizierten Vertrag von 1997 über das Verbot von Antipersonenminen zu respektieren. Landminen bedrohten auch noch viele Jahre nach der Beendigung von Konflikten das Leben von Zivilisten, warnte die Organisation.

Die schiitischen Houthi-Rebellen halten dem jemenitischen Ex-Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue. Sie kämpfen seit dem Jahr 2014 gegen die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi. Im März 2015 griff eine Koalition unter der Führung von Saudi-Arabien auf Bitten Hadis in den Konflikt ein. Seitdem stieg die Zahl der Opfer deutlich an. In dem Konflikt wurden bisher nach UN-Angaben rund 7.700 Menschen getötet und 42.500 weitere verletzt. Außerdem leidet der Jemen unter einer schweren Hungerkrise.

(APA/ag.)

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