Alkoholverbot und mehr Veranstaltungen: So wird der neue Bahnhofsvorplatz

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Soziologin Rosemarie Fuchshofer und Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer am Bahnhofsvorplatz.
Soziologin Rosemarie Fuchshofer und Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer am Bahnhofsvorplatz. - © Stadt Salzburg/Johannes Killer
Die Stadt Salzburg erarbeitet gerade ein soziales Platzmanagement für den von rund 25.000 Menschen pro Tag frequentierten Bahnhofsvorplatz. Erste Umfrage-Analysen dazu liegen nun vor. Das kommende Alkohol-Konsumationsverbot wird sehr positiv bewertet. Große Zustimmung gibt es auch für mehr Veranstaltungen.

Die Stadt Salzburg hat die Soziologin Rosemarie Fuchshofer mit einer umfangreichen Sozialraumanalyse und entsprechenden Handlungsempfehlungen beauftragt. Mittlerweile kann eine erste Bilanz gezogen werden

Bahnhofsvorplatz: Gruppe von 30 Personen stiftet Unruhe

Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ): „Es zeigt sich schon jetzt klar, dass wir den Bahnhofsvorplatz dringend weiterentwickeln müssen. Es gibt da eine Gruppe von 30 bis 35 Personen, die permanent die Ordnung stört und für Unbehagen sorgt. Das wird mit dem kommenden Alkohol-Konsumationsverbot, das die Abteilung 1 gerade ausarbeitet, sicher besser. Wenn es da ist, spricht auch nichts gegen mehr Sitzgelegenheiten, die an erste Stelle bei den Wünschen stehen.“

Alkoholverbot und neue Veranstaltungen

Besonders markant in der bisherigen Erhebung von Rosemarie Fuchshofer ist, dass fast zwei Drittel der über 100 Befragten ein Alkohol-Konsumationsverbot am Bahnhofsvorplatz befürworten. Knapp einem Viertel ist es egal, nur wenige sind dagegen. Sehr begrüßt werden neue Veranstaltungsangebote: Knapp zwei Drittel sind dafür. Mehr als die Hälfte will solche neuen Angebote auch nutzen.

Subjektives Sicherheitsgefühlt sinkt nachts stark

In Sachen Sicherheit fühlen sich knapp drei Viertel der Befragten tagsüber sicher. Nachts hingegen sinkt das subjektive Sicherheitsempfinden auf unter 40 Prozent. 36 Prozent der Befragten gaben an, selbst schon ein unangenehmes Erlebnis am Bahnhofsvorplatz gehabt zu haben. Für 56 Prozent trifft dies nicht zu. Die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen sind für mehr als die Hälfte ausreichend bzw. gerade noch ausreichend.

So werden Bahnhof und Vorplatz bewertet

Überragend ist klarer Weise die Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Ein gutes Fünftel nutzt die Bahnhofsgarage, fast ebenso viele Taxis. Fahrradabstellplätze werden von acht Prozent in Anspruch genommen. Wichtigstes Zentrum ist das Forum 1, das von fast 60 Prozent besucht wird. Auf die Frage „Was gefällt Ihnen am Bahnhofvorplatz gut, was weniger gut?“ vergaben 84 Prozent die Bewertung sehr gut und gut fürs Bahnhofsgebäude, 74 Prozent für die Zahl und Art der Geschäfte und 55 Prozent für Lokale und Gastronomie. Der neue Brunnen fiel mit nur 40 Prozent sehr gut und gut mittelmäßig aus, der Hain erhielt nur 22 Prozent positive Bewertungen, die aktuellen Wartebereiche am Platz bekamen nur 19 Prozent.

Die nächsten Schritte

Nach Beendigung der Straßenbefragungen und ausführlichen Interviews mit den Stakeholdern wird Fuchshofer ihre Analyse bis Jahresende abschließen und danach bis zum Mai in Workshops mit den wichtigsten Partnern einen Maßnahmenkatalog erarbeiten.

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