25. Juni 2012 11:27; Akt.: 25.06.2012 12:50

Alles neu beim USK Anif

In Anif setzt man auch weiterhin auf die Jugend. In Anif setzt man auch weiterhin auf die Jugend. - © KRUG
von Oliver Klamminger - Lizenztausch mit Red Bull, Anif „Alt“ oder „Neu“?! Viel wurde in den letzten Wochen über USK Anif geredet. Wir haben uns mit den Verantwortlichen an einen Tisch gesetzt und alle Hintergründe geklärt.

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„Die ganze Sache ist eigentlich überhaupt nicht kompliziert“, eröffnet Anifs Sportlicher Leiter Norbert Schnöll das Gespräch. Er geht gleich ans Eingemachte und  weiß worauf ich hinaus will. Viele reden, manche schreiben und jeder hat eine andere Variante parat, was sich da momentan beim Regionalligisten Anif tut. „Anif bleibt Anif, nur der Name ändert sich in UFC Anif“, wirft Obmann Heinz Seelenbacher ein. Bekanntlich kooperierte Anif schon länger mit Red Bull Salzburg und gab deren Nachwuchsspielern die Gelegenheit Regionalliga-Luft zu schnuppern. Nun ging Red Bull soweit und kaufte die RLW-Lizenz der Anifer, um mit ihrem Farmteam (der Name steht noch nicht fest) die Möglichkeit zu haben, in die Erste Liga aufsteigen zu können/dürfen.

„Neuer Mantel„ steht Anif gut

„Wir schlüpfen mit dieser Übernahme in einen neuen Mantel und werden UFC Anif. Das Farmteam von Red Bull bekommt unsere juristische Hülle und den Amateurstatus zugeschrieben“, erklärt Schnöll. Der Vorteil für Red Bull: sie könnten schon ab der nächsten Saison ihren Nachwuchs in der Ersten Liga ans Bundesliga-Niveau heranführen. „Aber welchen Vorteil hat Anif davon“, frage ich und ahne einen Haken an der Sache. Die Antwort von Obmann Seelenbacher erscheint mir auf den ersten Blick nicht sehr logisch bzw. sportlich. Anif verzichtet durch den Lizenztausch ganze drei Jahre lang auf ihr Aufstiegsrecht und an der Cup-Teilnahme. Das war auch der Hauptgrund warum viele Spieler den UFC in Richtung Austria Salzburg verließen. Sie wollten sportlich aufsteigen und das bliebe ihnen in Anif verwehrt.

Anif-Talente mischen Oben mit

„Wir verstehen uns als Ausbildungsverein. Wir bilden seit Jahren junge Talente aus und setzen unsere Prioritäten im Nachwuchs“, sagt Seelenbacher. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Mittlerweile mischen ehemalige Anif-Talente die Regionalliga und auch die Erste Liga auf. Jüngst sicherte sich der SV Grödig die Dienste von Simon Handle und Aleksander Simic, die noch letzte Saison ihre Kicker für die Flachgauer schnürten. „Die Jungs kommen gern zu uns um unter Trainer Michi Baur eine gute Ausbildung zu genießen. Außerdem haben wir bis runter in die Jugendmannschaften mindestens zwei Betreuer pro Team. Das ist unser Fokus“, schwärmt Seelenbacher über seinen Unterbau.

Anif schaut über den Tellerrand

Inzwischen driften wir ein wenig vom Thema ab. Norbert Schnöll verabschiedet sich und ich philosophiere mit Heinz Seelenbacher über die Regionalliga, Fan-Krawalle und die Relegation. Eine wichtige Frage wurde mir aber noch nicht eindeutig genug beantwortet. Ich unterbreche Seelenbacher und wir kommen zurück zum eigentlich Thema. „Warum habt ihr euch jetzt für diesen Schritt entschieden“, frage ich. Der erste Teil von Seelenbachers Antwort überrascht mich wenig. Die Erste Liga sei wirtschaftlich nicht interessant und kein Thema für Anif. Sie müssten ihr Budget um das zehnfache aufstocken. Bei Teil zwei mache ich große Augen und ich brauche einen Schluck Wasser. Seelenbachers Miene wird plötzlich wieder ernst und er sagt ganz trocken „Ohne der Kooperation mit Red Bull wäre es (finanziell) sehr schwierig gewesen. Wir hätten vermutlich in den nächsten zwei-drei Jahren aus wirtschaftlichen Gründen absteigen müssen. So aber haben wir eine neue Zielsetzung und eine neue sportliche Herausforderung“.

Ausblick auf die Regionalliga-Saison

Diese Herausforderung nimmt der UFC Anif an. Sie holen sich ihre besten Talente aus der 1b gepaart mit erfahrenen Neuzugängen wie Alexander Schriebl (Austria Salzburg) um in der Regionalliga weiter mitmischen zu können. „Wir überlegen sogar eine 1c anzumelden um schon die 15 bis 16-Jährigen an das das Tempo zu gewöhnen“, so ein wieder strahlender Obmann Seelenbacher. Was wir den jungen Wilden aus Anif (Durchschnittsalter 23 Jahre) in der kommenden Saison zutrauen und alles zum Kader, erfahren Sie in den nächsten Wochen in unserem großen SALZBURG24 RLW-Check. Wir stellen jeden Donnerstag und Dienstag ein Salzburger Regionalliga-Team vor. Los geht’s am Dienstag den 26. Juni.



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