ALS: Eine tödlich Krankheit ohne Chance auf Heilung

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Eine an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankte Frau.
Eine an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankte Frau. - © dpa-Zentralbild/Bernd Wüstneck
Soziale Netzwerke werden im Moment vom Internet-Trend der “Ice Bucket Challenge” überflutet. Die Herausforderung, bei der man sich entweder einen Kübel Eiswasser über den Kopf kippt oder als Ersatz dafür Geld spendet, soll auf die Krankheit ALS aufmerksam machen. In Österreich sind Schätzungen zufolge 800 bis 900 Menschen an ALS erkrankt. Wir haben uns gefragt, was hinter dieser Krankheit steckt. Die Fakten.

1. ALS 1847 erstmals erwähnt

ALS ist die Abkrüzung für Amyotrophe Lateralsklerose und wurde im Jahr 1874 erstmals vom französischen Neurologen Henry Charcot beschrieben. Sie gehört in die Gruppe der seltenen neurologischen Erkrankungen.

2. Bis zu 900 Erkrankte jährlich in Österreich

Pro Jahr erkranken ein bis zwei von 100.000 Menschen an ALS. In Österreich sind es Schätzungen zufolge etwa 800 bis 900 Menschen.

3. Lähmung der Muskuatur

Bei ALS kommt es zu einer fortschreitenden Lähmung der Muskulatur durch den Untergang von Nervenzellen im Gehirn und im Rückenmark. Nicht betroffen sind laut der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) üblicherweise die Augen-, Blasen-und Darmmuskulatur sowie die Sexualfunktionen. Anders als bei der Alzheimer-Erkrankung ist auch das Denken nicht beeinträchtigt.

4. Männer häufiger betroffen, als Frauen

Das Krankheitsbild tritt meist bei Patienten im Alter von 35 bis 40 Jahren in Erscheinung. Etwa die Hälfte stirbt innerhalb der ersten drei Jahre nach der Diagnose. Männer trifft die Krankheit häufiger als Frauen.

5. Ursache der Erkrankung unbekannt

Die Ursache der Erkrankung ist trotz intensiver Forschungsbemühungen nicht bekannt. Aus diesem Grund ist eine heilende Therapie bisher nicht vorhanden, dennoch gibt es im Verlauf der Erkrankung viele Möglichkeiten zu helfen und zu unterstützen.

6. Maler Immendorf starb an ALS

In den USA ist ALS auch als Lou-Gehring-Syndrom bekannt. Auch der deutsche Maler Jörg Immendorf starb daran. Der Physiker Stephen Hawking lebt dank einer künstlichen Beatmung seit Jahrzehnten mit der Krankheit.

7. Ice Bucket Challenge bracht eine Mio. Dollar

Seit Juni haben sich mehrere tausend Menschen an der “Eiskübel-Herausforderung” beteiligt, darunter Prominente wie Bill Gates, Justin Bieber, Mark Zuckerberg, Oprah Winfrey, George W. Bush, David Beckham und Helene Fischer. In Österreich folgten u.a. Armin Wolf, Lukas Plöchl, Marcel Koller, David Alaba, Larissa Marolt und Conchita Wurst dem Trend – letztere allerdings nicht mit Eiswasser, sondern mit einer Spende und einem köstlichen Eisbecher. Auch Bundespräsident Heinz Fischer beteiligte sich mit einer Spende. Weltweit hat die Kampagne bereits mehrere Millionen Dollar eingebracht.

(SALZBURG24/APA)

 

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