Altach will im neunten Anlauf endlich in Mattersburg siegen

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Vorarlberger wollen im Burgenland vor Freude Purzelbäume schlagen
Vorarlberger wollen im Burgenland vor Freude Purzelbäume schlagen - © APA
Werner Grabherr peilt am Samstag (18.30 Uhr) im zweiten Spiel als Interimstrainer des SCR Altach seinen Premierenerfolg in der Fußball-Bundesliga an. Nach dem 1:1 im Spitzenduell mit Tabellenführer Sturm Graz wartet auf die Vorarlberger mit dem Gastspiel bei Schlusslicht SV Mattersburg eine von der Papierform leichtere Aufgabe. Der Ligazweite ist jedoch im Pappelstadion noch sieglos.

In sechs von acht Spielen in Mattersburg gab es für die Altacher keine Punkte, von ihrer jüngsten Burgenlandreise kehrten sie aber nach einem 0:0 am 16. April zumindest mit einem Punkt nach Hause. Seit damals hat sich vieles verändert. Altach spielt diese Saison ganz vorne mit. “Es ist eine neue Rolle für uns. Da heißt es sich als Mannschaft darauf einzustellen, weiterzuentwickeln und daran zu wachsen”, schilderte Grabherr seine Sicht.

Mit einem Sieg winkt den Vorarlbergern zumindest für einen Tag die Tabellenführung, die punktgleichen Grazer sind erst am Sonntag bei Rekordmeister Rapid zu Gast. “Egal ob Tabellenführung oder nicht, wir wollen drei Punkte wie in jedem Spiel”, betonte Altachs Interimscoach. Platz eins wäre einzig “eine Momentaufnahme und nicht mehr”. Eigenwerbung würde der vorerst bis Winter werkende Coach damit aber auf jeden Fall betreiben.

Zwecks idealer Vorbereitung traten die Altacher am Freitag die Anreise via Flugzeug an, am Sonntag geht es auf selbem Wege zurück ins Ländle. Das Selbstvertrauen von Goalie Andreas Lukse und Co. ist nach sieben Partien ohne Niederlage in Folge groß. “Die Mannschaft hat sehr gut trainiert, bei den Spielern ist die Lust und Freude richtig zu spüren”, blickte Grabherr auch deshalb optimistisch voraus.

Auf die leichte Schulter wird das Schlusslicht auch aufgrund der negativen Bilanz in Mattersburg nicht genommen. “Ich erwarte ein Mattersburg, das sehr kompakt und robust auftreten und im Spiel eher den destruktiven Part übernehmen wird”, erklärte Grabherr. Gegenüber dem Sturm-Spiel sei für seine Elf ein “noch genaueres Passspiel” sowie “noch mehr Konzentration bei Ballbesitz” nötig.

Personell kann der Altach-Trainer auf denselben Kader wie zuletzt bauen, nur Hannes Aigner, Jan Zwischenbrugger und Nikola Zivotic sind weiter nicht einsatzbereit. Bei Mattersburg schied Patrick Bürger im Duell mit St. Pölten mit einer Muskelverletzung aus. Auch Alexander Ibser und Michael Perlak waren angeschlagen, in der Offensive könnte Trainer Ivica Vastic daher möglicherweise auf neue Kräfte setzen.

Florian Templ mit zwei Kopfballassists sowie Barnabas Varga und Thorsten Röcher mit je einem Tor stachen in der NV Arena als “Joker”, bewarben sich also für einen Platz in der Startelf.

“Der Trainerwechsel hat aus meiner Sicht keine Auswirkungen gehabt, die Mannschaft hat unter Damir Canadi schon sehr gut funktioniert, es hat daher keine Gründe gegeben am Spielstil etwas zu verändern”, analysierte Vastic die Vorarlberger. Der Ex-ÖFB-Teamkicker rechnete damit, dass die Altacher auch in Mattersburg ihr Spiel durchziehen. “Sie versuchen, ihre Gegner zu Fehler zu zwingen, und nutzen die beinhart aus, da sie in der Offensive schnelle Spieler mit individueller Klasse haben”, erläuterte Vastic.

Im ersten direkten Saisonduell hatte sich Altach knapp 2:1 durchgesetzt. “Da haben wir schon gezeigt, dass wir durchaus dagegenhalten können”, sagte Mattersburgs Trainer. Nun komme der Heimvorteil hinzu. Im eigenen Stadion ging nur eines der jüngsten fünf Spiele verloren. “Wir spielen zuhause, haben unser Publikum im Rücken, das uns zuletzt super gepusht hat”, setzt Vastic auch auf den “zwölften Mann”. Mit dem gab es zuletzt bei irregulären Bedingungen einen 2:1-Sieg gegen Meister Salzburg, nun wollen die Burgenländer insgesamt zum dritten Mal in Folge unbesiegt bleiben.

(APA)

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