Altes Paracelsusbad schließt am Mittwoch für immer seine Pforten

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Am Mittwoch öffnet das Paracelsusbad zum letzten Mal.
Am Mittwoch öffnet das Paracelsusbad zum letzten Mal. - © Neumayr/Archiv
Morgen, Mittwoch, ist es so weit: Das altehrwürdige Paracelsusbad an der Auerspergstraße verabschiedet sich von seinen Stammgästen und Freunden. Nach 60 Jahren machen Hallenbad und Sauna Platz für das Neubauprojekt, der Betrieb im Kurhaus bleibt uneingeschränkt aufrecht. Zum Abschied hat sich die Stadt Salzburg etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Geöffnet hat das Paracelsusbad noch bis in den späten Abend hinein, ab 17 Uhr gibt es Musik, ab 18 Uhr Drinks und Snacks. Wasserspeier, Sprudel und Beckenbeleuchtung sind ein letztes Mal im Einsatz. Besonders treue Stammgäste bekommen eine Erinnerungsurkunde – etwa die Damen-Saunarunden, die zum Teil seit Jahrzehnten jeden Mittwoch zusammentreffen. Bürgermeister Heinz Schaden: „Auch wenn wir uns alle auf das neue Bad freuen, das alte Paracelsusbad mit seinem Fünfzigerjahre-Charme ist uns irgendwie doch ans Herz gewachsen.“ Und Bad-Ressortchef Vizebürgermeister Harry Preuner ergänzt: „Ich danke allen Stammgästen für ihre Treue und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz.“

Vorbereitung für Abbruch und Neubau ab 1. Dezember

Ab 1. Dezember starten die Vorbereitungen für den Abbruch und Neubau: Die Becken werden entleert, die Bad- und Saunatechnik abgebaut, die „Kunst am Bau“ wird abgenommen und im Salzburg-Museum zwischendeponiert, das Inventar ausgebaut. Die Einrichtungsgegenstände – vom Garderobenkästchen bis zur Sitzgelegenheit – werden noch vor Weihnachten bei einem Flohmarkt als Paracelsusbad-Erinnerungsstücke verkauft.

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Neuer Eingang in der Schwarzstraße

Aufwendiger sind die Vorbereitungen für den Weiterbestand des Kurhauses: Dafür wird soeben ein neuer Eingang von der Schwarzstraße her errichtet. Die Heizungsanlage – derzeit noch im Technikgeschoß unter dem Hallenbar untergebracht – muss ab- und umgebaut werden. Die eigentlichen Abbrucharbeiten starten im Jänner nach den Feiertagen.

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