Aluminium in Deos, das neue Asbest?

Wie wirken Aluminiumsalze auf der Haut?
Wie wirken Aluminiumsalze auf der Haut? - © Haus der Schönheit
Wer morgens das Haus verlässt, trägt nicht selten ein gutes Parfum auf. Deos, Sprays und Sticks erfreuen sich einer großen Nachfrage. Doch sie stehen im Verdacht, neben ihrem Wohlgeruch auch ein erhöhtes Brustkrebsrisiko zu verbreiten. Als ursächlich dafür werden die Aluminiumsalze in der duftenden Substanz angesehen.

Das meistgenutzte Metall der Erde

Aluminium gehört zu den am stärksten abgebauten Rohstoffen der Welt. Es kommt in der äußeren Erdschicht so oft vor wie kein anderes Metall. Das natürliche Material ist preiswert und wird für unterschiedliche Zwecke verwendet. Das daraus gewonnene Aluminiumsalz soll die Hautporen vor einem starken Austreten an Schweiß und vor der Bildung übel riechender Bakterien bewahren. An diesem Effekt gibt es auch kaum Zweifel – in einem Deodorant kann der chemische Grundstoff also durchaus sinnvoll eingesetzt werden. Und doch bleiben neben diesen Vorzügen die Zweifel an der gesundheitlichen Wirkung bestehen.

So wirken Aluminiumsalze auf der Haut

Ein Parfum, das diesen Rohstoff nutzt, verschließt in aller Regel die Poren der Haut. Schweiß und Bakterien sowie Gifte können über einen Zeitraum von mehreren Stunden nicht ausgeschwemmt werden. Zwar bleibt die Kleidung damit frei von Flecken. Selbst nach einem anstrengenden Tag müssen wir keine strengen Gerüche fürchten. Doch ein dauerhafter Gebrauch ist bereits deshalb als kritisch zu bewerten, weil damit die Atmung der Haut gestoppt wird. Zudem gelten die Aluminiumsalze als Auslöser für ein steigendes Risiko, langfristig an Brustkrebs zu erkranken.

Untersuchungen erhärten den Verdacht

Eine kürzlich an der Schweizer Clinique des Grangettes durchgeführte Testreihe bestätigt den Verdacht. Bei der Untersuchung, in der die Brustzellen von Mäusen mit dem Aluminiumsalz behandelt wurden, ließen sich unterschiedliche Veränderungen nachweisen. Zu ihnen gehörte auch das aggressive Wachstum von Tumoren. Gänzlich neu ist diese schockierende Erkenntnis nicht – Verbraucherorganisationen und Gesundheitsministerien diverser europäischer Länder warnen seit einigen Jahren vor dem Einsatz von Aluminiumsalzen. Der chemische Grundstoff wird in seiner schädlichen Wirkungsweise sogar mit dem bereits verbotenen Asbest verglichen.

Das unsichtbare Gift

Aber nicht alleine im Deo lauert die Gefahr. Auch in Lippenstiften und Cremes kann die Chemikalie vorhanden sein. Selbst im Trinkwasser lässt sie sich ermitteln. Grundsätzlich ist ihre Einnahme gesundheitlich unbedenklich. Mit jedem Kilogramm an Gewicht kann unser Körper pro Tag etwa ein Milligramm an Aluminium ohne negative Auswirkungen aufnehmen. Doch gerade durch den häufigen Einsatz von Parfüms oder Lotionen wird dieser Richtwert oft überschritten. Auch, wenn die Kosmetikindustrie diesen Fakt noch immer leugnet. Für sie ist das Aluminiumsalz ein preiswerter und effektiver Grundstoff für die Hautpflege.

Auf Aluminiumsalze verzichten

Allerdings sollten sich die Verbraucher auch nicht in Panik versetzen lassen. Immerhin ist die Langzeitwirkung der chemischen Substanz noch nicht abschließend erforscht worden. Sinnvoll bleibt es jedoch weiterhin, beim Kauf der Kosmetika ein wenig auf die Inhaltsstoffe zu achten. Ebenso gilt, dass Antitranspirants und Deos nicht auf der rasierten und damit schon gereizten Haut angewendet werden. Grundsätzlich ist also der allmähliche Umstieg auf solche Produkten angeraten, in denen sich keine oder nur geringe Mengen an Aluminiumsalzen befinden. Derartige Kosmetika mögen zunächst etwas teurer sein – doch zumindest geht aus ihnen keine gesundheitsschädliche Wirkung hervor.

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