„Am Ende Weiß”: Salzburger Studenten drehen Film übers Sterben

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Das Filmteam von "Am Ende Weiß".
Das Filmteam von "Am Ende Weiß". - © Gregor Eistert
Der „Tod” wird zwangsläufig jeden Menschen in seinem Leben einmal beschäftigen. Doch dass gerade zehn Salzburger in ihren Zwanzigern einen Film über dieses oft verdrängte Thema drehen, überrascht. Im Kurzfilm „Am Ende Weiß” kommen am Gipfel eines Berges ein Todkranker und eine junge Frau, die sich das Leben nehmen will, ins Gespräch.




Die Studenten der FH Salzburg (Studiengang MultiMediaArt) starteten Ende letzten Jahres ihr Abschlussprojekt. Doch warum beschäftigen sich gerade junge Menschen mit diesem Thema?

 Selbstbestimmt im Leben – und auch im Tod?

„Wir bestimmen unser Aussehen, regeln unseren Terminkalender, entscheiden uns, ob wir Fleischesser oder Vegetarier sein wollen, Weingenießer oder Abstinenzler, Raucher oder Frischluft-Fan, wir können eine Familie gründen und Kinder zeugen, oder eben nicht: Weshalb sollte der Mensch im 21. Jahrhundert also nicht auch selbst bestimmen dürfen wann, wo und wie er stirbt?”, erklären die Studenten den Hintergrund ihres Kurzfilms.

In „Am Ende Weiß” steigt der unheilbar kranke Albert auf einen Berg. Ein allerletztes Mal will er es bis zum Gipfel schaffen. Auf halbem Weg trifft er auf Johanna, die nicht mit ihrer Vergangenheit leben kann und sich umbringen will. Die beiden kommen ins Gespräch.

„Im Mittelpunkt unseres Kurzfilms steht der Konflikt zwischen ihm, der gerne weiterleben würde, aber sterben muss und ihr, die sterben möchte, weil sie nicht mehr leben will”, erklärt Regisseur Gregor Eistert gegenüber SALZBURG24. „Unser Projekt möchte sich hierbei nicht auf eine Seite stellen, noch will es urteilen. Es folgt zwei Menschen, die ein gemeinsames Ziel, aber völlig unterschiedliche Auffassungen haben. Dabei müssen sich beide einerseits vor sich selbst, als auch vor dem jeweils anderen rechtfertigen.”

“Am Ende Weiß”: Dreharbeiten in Salzburgs Bergen

Als Schauspieler konnten die Studenten der FH Salzburg Walter Sachers sowie Sophie Hichert begeistern. „Walter Sachers haben wir über seine Agentur angefragt und danach haben wir uns mit ihm getroffen und über das Projekt geredet”, berichtet Eistert. Kamerafrau Raphaela Vallon und Regisseur Eistert erklärten dem erfahrenen Mimen, der bereits mit Dennis Quaid (u.a. „The Day After Tomorrow”) gearbeitet hatte, ihr Vorhaben. „Am Ende sagte er nur ‚Das mach ma!'”, schildert der Student. Sophie Hichert sei ihnen bereits beim Schreiben des Drehbuchs im Kopf herumgeschwirrt. Sie fragten die Schauspielerin des Salzburger Schauspielhauses per Mail an, gleich zwei Tage später habe sie zurückgeschrieben.

Anfang Mai starteten die Dreharbeiten, gefilmt wurde unter anderem am Nockstein (Flachgau), auf den Bauernwiesen um den Gaisberg sowie auf dem Schafberg. Gezeigt wird der Kurzfilm „Am Ende Weiß” am 4. Juni 2014 im Rahmen des Festivals „Creativity Rules Hallein” im Stadtkino Hallein.

 

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