Amsterdamer Reichsmuseum ist fertig

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Reichsmuseum in Amsterdam wurde 10 Jahre renoviert
Reichsmuseum in Amsterdam wurde 10 Jahre renoviert
Nach mehr als zehn Jahren Bauarbeiten ist das Amsterdamer Reichsmuseum nun fertig: Museumsdirektor Wim Pijbes präsentierte am Freitag den neuen Ausstellungsflügel. Das weltberühmte Museum alter holländischer Meister wie Rembrandt kann dort nun in zehn Sälen und auf mehr als 1.200 Quadratmetern mehrere Ausstellungen im Jahr zeigen. “Wir haben ein extra Museum hinzu bekommen”, sagte Pijbes.


Das bisherige Nebengebäude, der Philipsflügel, wurde komplett restauriert und erweitert und ist ab 1. November für die Öffentlichkeit zugänglich. Zum ersten Mal kann das Reichsmuseum dauerhaft eine Auswahl seiner umfangreichen Foto-Kollektion zeigen.

In der Eröffnungsausstellung “Modern Times” erzählen etwa 400 Fotos die Geschichte der Fotografie im 20. Jahrhundert. Ab Februar ist in den Räumen hier die erste Ausstellung zum Spätwerk Rembrandts zu sehen mit Werken von 1652 bis zum Tode des Malers 1669.

Einen besonderen Platz hat nun das chinesische Lackzimmer der königlichen Familie aus dem 17. Jahrhundert bekommen. Prinzessin Albertine Agnes van Nassau hatte einen Raum in ihrem Palast 1698 mit kostbaren Lack-Paneelen verkleiden lassen. Dort empfing sie ihre Freunde zur damals sehr modischen Tee-Stunde.

Der Philipsflügel besteht aus mehreren Anbauten der vergangenen 100 Jahre. Die spanischen Architekten Cruz und Ortiz verknüpften sie mit modernen Elementen und überkuppelten das bisherige Atrium mit einem Glasdach.

Einzigartig ist das sogenannte Fragmentengebäude, das selbst ein Museumsstück ist. Es besteht aus Teilen historischer Gebäude aus den Niederlanden, die Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen worden waren. Im Reichsmuseum wurden sie damals als wichtige Objekte der niederländischen Architekturgeschichte wieder aufgebaut und bewahrt.

Zu den Fragmenten gehören Treppenbögen mit feinen Fresken, ein Wassertor und ein Türmchen. Vollständig restauriert wurde nun die Stallmauer eines Schlosses in Breda im Süden der Niederlande aus dem 16. Jahrhundert.

Blickfänger im reich verzierten Rotterdamer Treppenhaus aus dem 18. Jahrhundert ist eine speziell für das Reichsmuseum entworfene Lichtskulptur. “Shylight” besteht aus fünf mit zartem Stoff bespannten Lampen, die sich ständig wie Blumen in einen Kokon zurückziehen oder voll entfalten.

Das Reichsmuseum war im April 2013 nach einer umfassenden Erneuerung wiedereröffnet worden. Seitdem haben über vier Millionen Menschen das berühmteste Museum der Niederlande besucht.

(SERVICE: Internet – Reichsmuseum:)

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