Anif jubelt über Premiere-Titel in der Regionalliga West

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Anif sichert sich zum ersten Mal den Meisterteller in der Regionalliga West.
Anif sichert sich zum ersten Mal den Meisterteller in der Regionalliga West. - © Krugfoto
Nach dem Triumph in der Alpenliga (1978) schreibt der USK Anif 39 Jahre danach mit dem Westliga-Titel Vereinsgeschichte. Die Hofer-Elf sicherte sich mit einem 4:1-Sieg gegen Hohenems die prestigeträchtige Trophäe in der dritthöchsten österreichischen Fußballliga. Grödig konnte keine Salzburger Schützenhilfe leisten.




Das ganze Jahr über hat Anif die konstantesten Leistungen auf dem Platz gezaubert. Zehn Wochen lang stand der 47-jährige Erfolgstrainer Thomas Hofer mit seiner Mannschaft an der Tabellenspitze der Fußball-Westliga. Für Hofer ist es in seiner zehnjährigen Anif-Laufbahn der erste Meistertitel als Trainer. In 28 Spielen gab es für das Salzburger Top-Team nur zwei Niederlagen – für den ewigen Torrekord fehlen den Flachgauern in den zwei ausstehenden Spielen noch zehn Treffer.

Jubel in Anif kennt keine Grenzen

Nur einen Tag nach dem fast sicheren Abstieg von SAK 1914 kennt der Jubel in Anif keine Grenzen. Die Flachgauer behielten im Zweikampf mit dem Nachbarn aus Grödig den längeren Atem. Gegen Hohenems demonstrierten die Anifer nach Toren von Marinko Sorda, Manuel Krainz, Simon Sommer und Juhani Pikkarainen einen souveränen 4:0-Sieg. “Ein unbeschreiblich geiles Gefühl. Ich bin wahnsinnig stolz auf das Team”, sagte Hofer im S24-Gespräch. Im Vereinsheim “Da Francesco” wurde bis in den frühen Morgenstunden ausgiebig gefeiert. “Das haben sie sich verdient”, lobte Hofer, der erst am Donnerstag wieder den Trainingsbetrieb aufnimmt. Auch wenn der Meister vor einem Kaderumbruch steht, herrschte grenzenlose Freude bei den Verantwortlichen. Für Urgestein Heinz Seelenbacher der größte Erfolg in seiner 48-Jährigen Vereinszugehörigkeit.

Grödiger Schock-Moment nach verschluckter Zunge

Mit einem Sieg gegen Wörgl hätte Grödig Salzburgs Sorgenkinder Eugendorf, Pinzgau Saalfelden und Austria Salzburg Schützenhilfe leisten können. Nach 38 Minuten geriet nach einem bösen Zusammenprall von Youngster Mambi Koita das sportliche in den Hintergrund. Die Zukunftshoffnung blutete stark aus dem Mund, verschluckte bei einem Kopfball-Duell die Zunge. Ein Notarzt-Team musste Koita nach 20-minütiger Spielunterbrechung zur Untersuchung ins Krankenhaus bringen. Von dem Schock erholten sich die Grödiger nicht mehr. Mit dem Pausenpfiff geriet die Fötschl-Elf in Rückstand. Mental und körperlich angeschlagen konnten enttäuschende Grödiger die 3:0-Niederlage nicht mehr abwenden. “Vielleicht habe ich die falsche Taktik gewählt. Unser Pressing ist uns nicht gelungen, schade dass wir nicht helfen konnten”, sagte Fötschl.

Pinzgau eilt zum Klassenerhalt

Mario Keil (28., Harald Empl (48.) und Johannes Stegmann (74.) sicherten den wichtigen 3:1-Erfolg im Abstiegs-Derby gegen Eugendorf. Für die Ergebniskosmetik auf Eugendorfer Seite sorgte Maximilian Gsenger (87.). “Ein absolut verdienter und enorm wichtiger Sieg”, erläuterte Pinzgau-Trainer Markus Fürstaller. Die erreichte 30-Punkte-Marke reicht laut Fürstaller zum Klassenerhalt. Wie der Trainer verlängerten auch die Stützen Tamas Tandari und Thomas Herzog. Eugendorf hingegen hängt nach einem katastrophalen Frühjahr weiter im Keller fest und rutscht nach dem Wörgl-Erfolg gegen Grödig wieder unter dem Strich.

Austria Salzburgs Abstieg ist besiegelt

Ein Blitztor von Ralph Pertl (1.) genügte, um den tiefen Fall von Austria Salzburg zu prolongieren. Das Violette Leiden nahm auch gegen St. Johann kein Ende. Die Maxglaner schafften es auch im Derby nicht den ersten Sieg im Frühjahr zu bejubeln. Der zweite Absturz hintereinander ist die logische Konsequenz. Gegen wackelnde St. Johanner strahlten die Salzburger wenig Gefahr in der Offensive aus. Auch diesmal riefen einige Leistungsträger nicht ihr Potential ab. “Die Chancen zum Klassenerhalt schwinden. Wir haben nur noch theoretische Chancen die Liga zu halten”, sagte Ebner. Stützen wie Mayer, Ebner und Öbster könnten dem Verein abhanden kommen.

Die Sorgenfalten bei Austria-Verteidiger Raphael Reifeltshammer (li.) und Trainer Atilla Piskin (re.) werden immer größer. /Krugfoto Die Sorgenfalten bei Austria-Verteidiger Raphael Reifeltshammer (li.) und Trainer Atilla Piskin (re.) werden immer größer. /Krugfoto ©

Austrias Leistungsträger weiterhin fraglich

Kapitän Ebner knüpft einen Verbleib nicht an die Ligazugehörigkeit. Sollte Mayer den Verein verlassen, wird auch Ebner das Weite suchen. Öbsters Abgang, der bei Grödig und Anif ein Thema ist, steht schon fest. Den Austrianern fehlen in den ausstehenden zwei Runden sieben Punkte auf das rettende Ufer. Als letzte Hoffnung bleibt den Violetten nur ein Aufstiegsverzicht in Vorarlberg. Ein Lichtblick für die kommende könnte die anstehende Verpflichtung von Christian Schaider (ESV Freilassing) als Cheftrainer sein.

St. Johann kann indes den Stamm halten. “Vom 20-Mann Kader sind 15 schon unter Dach und Fach”, sagte Lottermoser. Thomas Pertl steht bei Ex-Trainer Franz Aigner (Wals-Grünau) hoch im Kurs, besitzt jedoch noch einen einjährigen Vertrag bei St. Johann. Zunächst steigt am Mittwoch in Straßwalchen um 19 Uhr das Cup-Finale und Saison-Highlight gegen Grödig.

Bereits am Freitag stand der Abstieg von SAK fest. HIER könnt ihr darüber noch einmal alles nachlesen.

Regionalliga West: 28. Runde

  • SV Seekirchen : SAK 1914 5:0 (5:0)
  • Kufstein : Hard 0:1 (0:1)
  • FC Pinzgau Saalfelden : USC Eugendorf 3:1 (1:0)
  • FC Wacker Innsbruck II : Schwaz 1:0 (0:0)
  • Altach Amat. : Dornbirn 0:0 (0:0)
  • SV Austria Salzburg : TSV St. Johann 0:1 (0:1)
  • USK Anif : Hohenems 4:0 (2:0)
  • Wörgl : SV Grödig 3:0 (1:0)

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