Anif-Trainer Thomas Hofer steht vor Krönung seiner Karriere

Mit dem Westliga-Titel würde sich Anif-Coach Thomas Hofer die Krone in seiner Trainerlaufbahn aufsetzen.
Mit dem Westliga-Titel würde sich Anif-Coach Thomas Hofer die Krone in seiner Trainerlaufbahn aufsetzen. - © Krugfoto
Thomas Hofer hat Anif in ungeahnte Höhen der Westliga-Tabelle geführt – und träumt drei Runden vor Schluss vom größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Am Samstag gegen Hohenems könnte am Anifer Dorfplatz die große Meisterfeier steigen. Wir haben uns mit dem Erfolgscoach unterhalten.




Thomas Hofer steht die zehnte Saison für den USK Anif als Coach an der Seitenlinie. Seit Saisonbeginn liefert sich der Westliga-Leader mit Grödig einen spannenden Zweikampf um den Titel. Nach dem Gewinn der Alpenliga 1977/78 könnte am Samstag, um 18.50 Uhr, einer der größten Erfolge in der Anifer Klubgeschichte gefeiert werden. Zehn Wochen lang stand der 47-jährige Erfolgstrainer mit seiner Mannschaft an der Tabellenspitze der Fußball-Westliga. In 27 Spielen gab es für das Salzburger Top-Team nur zwei Niederlagen – für den ewigen Torrekord fehlen den Flachgauern in den drei ausstehenden Spielen noch 15 Treffer.

Hofer kann mit Anif Vereinsgeschichte schreiben

Im SALZBURG24-Interview spricht der Trainer über den möglichen Coup, gibt einen Ausblick auf das Heimspiel am Samstag gegen Hohenems (17 Uhr) und äußert sich zum zähen Zweikampf mit dem Ex-Bundesligisten.

SALZBURG24: Wenige haben dem USK Anif nach dem Abstieg 2013/14 diese schnelle Entwicklung zugetraut. Gibt es ein Erfolgsgeheimnis?

HOFER: Ein richtiges Geheimnis gibt es nicht. Ich denke, dass wir die vergangenen drei Jahre nach dem Wiederaufstieg in die Westliga kontinuierlich gute Arbeit geleistet haben. Die Mischung aus jungen und routinierten Spielern stimmt. Die Neuzugänge in der Mannschaft haben schnell Verantwortung übernommen. Unsere Führungsspieler wie Kapitän Rene Zia, Simon Sommer und Philip Scherz sind immer als Vorbild vorangegangen. Unser Ziel war es Grödig von Beginn weg herauszufordern.

Mit zwölf Neuverpflichtungen hast du erneut eine starke Einheit geformt. Wie gelingt dir das?

Zuerst mal muss man sagen, dass wir bei den Zugängen mit den Kooperationsspielern von Red Bull auch ein wenig Glück hatten. Solche Spieler an Land zu ziehen gelingt nicht alle Tage. Auch wenn wir uns ständig umgeschaut und den Markt sondieren haben.

Hand aufs Herz: Hast du vor der Saison damit gerechnet?

Wir haben vor dem Start schon gewusst, dass Grödig als Top-Favorit in die Saison geht. Mit ihren herausragenden Routiniers haben sie gleich sehr viel Druck ausgeübt und sind uns ein wenig enteilt. Wir haben gewusst, dass wir alles reinhauen und viel investieren müssen.

Das Anifer Trainerteam: Rene Pessler, Thomas Hofer, Andreas Berktold, Sebastian Baumgartner und Manfred Brugger (v.l.n.r.)/ Krugfoto Das Anifer Trainerteam: Rene Pessler, Thomas Hofer, Andreas Berktold, Sebastian Baumgartner und Manfred Brugger (v.l.n.r.)/ Krugfoto ©

Welchen Anteil hat das ganze Trainerteam an dem Erfolg?

Den kann man gar nicht richtig beschreiben. Mein “Co” Rene Pessler ist seit acht Monaten bei uns und macht einen fantastischen Job. Er sorgt dafür, dass die Spieler sich in Ruhe auf ihre Aufgaben vorbereiten können und unterstützt mich im Training. Unser Fitnesstrainer Andreas Berktold hat die Jungs topfit gemacht. Ihm ist es zu verdanken, dass wir so gut wie keine Muskelverletzungen im Team haben. Sebastian Baumgartner fordert und verbessert die Tormänner mit den neuesten Methoden. Mit Manfred Brugger haben wir auch noch einen ausgezeichneten Physiotherapeuten. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das gesamte Trainerteam Angebote aus höheren Ligen vorliegen hat. Ich bin froh, dass uns unter anderem der Andi, trotz Angebote weiterhin als Fitnesstrainer erhalten bleibt.

Am Samstag gastiert mit Hohenems das drittbeste Rückrunden-Team in Anif. Wie schwer wird es, den Deckel drauf zu geben?

Sie sind nicht umsonst aus dem Keller geklettert und das drittbeste Team im Frühjahr. Mit einem starken Innenverteidiger, dem wohl besten Tormann der Liga und zwei Offensivleuten haben sie sich im Winter perfekt verstärkt. Wir müssen fokussiert bleiben und unsere Hausaufgaben machen. Schlimm wäre es, wenn die Spieler glauben würden, dass wir durch sind. Den einen notwendigen Sieg wollen wir sobald wie möglich einfahren.

Sollte Anif Meister werden, ist ein Aufstieg in die Erste Liga aufgrund der fehlenden Profilizenz ausgeschlossen. Wie geht man als Trainer mit so einer Situation um?

Für uns war von Anfang an klar, dass wir aufgrund der finanziellen Mitteln und der Infrastruktur nicht aufsteigen können. Daher habe ich mich damit auch nie wirklich beschäftigt. Unser Ziel war es, das Duell mit Grödig aufzunehmen und das beste daraus zu machen.

Welchen Stellenwert würde ein Titelgewinn in der dritthöchsten Spielklasse Österreichs für dich persönlich haben?

Erst einmal benötigen wir einen Sieg, um diesen zu fixieren. Aber es steht außer Frage, dass der Stellenwert sehr groß ausfällt. Ein solcher Erfolg spiegelt die Arbeit der letzten Jahre wider. 

Vielen Dank für das Gespräch und gutes Gelingen am Samstag. Wir sehen uns am Platz.

Danke dir, bis dann.

 

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