Anna Fenninger: “Ich starte wieder bei Null!”

Akt.:
Auf den Schultern von ÖSV-Skistar Anna Fenninger liegt viel Druck.
Auf den Schultern von ÖSV-Skistar Anna Fenninger liegt viel Druck. - © APA/BARBARA GINDL
In knapp zwei Wochen startet die neue Skisaison mit den Bewerben am Rettenbachferner in Sölden. Auch Olympiasiegerin Anna Fenninger ist froh, dass es wieder los geht – kämpft aber auch mit ihrer neuen Bekanntheit.

“Ich bin bekannter geworden, das habe ich jeden Tag auf der Straße gemerkt”, erzählte die Salzburgerin bei der Bekleidungs-Präsentation am Samstag in Innsbruck. Aber in den Trainingseinheiten habe sich nichts verändert, meinte die Skirennläuferin. “Für mich ist der Weg der gleiche, ich habe im Sommer wirklich hart gearbeitet.”

“Bin noch der gleiche Mensch”

Der Rummel um ihre Person ist für die 25-Jährige keine gänzlich neue Erfahrung, die Ausmaße sind aber neu. “Mich kennen viel mehr Leute durch das eine Rennen in Sotschi. Ich bin auf einmal irgendwie interessanter geworden, obwohl ich eigentlich der gleiche Mensch bin. Das hat mich schon auch viel zum Nachdenken bewegt, was das eigentlich bedeutet.” Da sie aber erfolgreich sein wolle, müsse sie einkalkulieren, dass ein Teil der Privatsphäre verloren gehe. “Das ist Teil des Spiels.”

Wegen einer leichten Verkühlung ist Fenninger vorzeitig vom Training am Mölltaler Gletscher abgereist. “Ich wäre gerne mehr gefahren. Aber der Körper gibt das Tempo vor. Und wenn ich nicht fit bin, bringt es auch nichts.” Dadurch dass die Schneesituation in Chile kein Training zuließ, habe man den Sommer komplett umplanen müssen. “Wir haben uns danach gerichtet, wo die Bedingungen gut waren und das Wetter gepasst hat. Das war alles sehr spontan. Es war in Österreich nicht schlecht, aber auch nicht gut.

“Die Latte liegt hoch”

Als Verteidigerin der großen Kristallkugel werden alle Blicke auf sie gerichtet sein, das ist der Adneterin bewusst. “Es ist eine neue Situation mit den ganzen Erfolgen im Rücken. Jeder schaut auf mich, das ist sicher extremer geworden. Ich versuche, mit der Herausforderung zu wachsen, das ist das Ziel, das ich habe. Es ist wichtig, dass ich keinen Druck spüre. Das muss ich ausgleichen, das ist die Arbeit, die ich habe.”

Der Gesamtweltcup sei sicher wieder ein Ziel, jedoch werde sie wieder von Rennen zu Rennen schauen. “Sicher liegt die Latte hoch. Die Außenstehenden denken sich, dass ich das wieder so machen werde. Aber das ist nicht so leicht, wie man denkt. Es geht wieder bei null los in Sölden”, weiß Anna Fenninger. (APA)

 

In Sölden startet am 25. Oktober die neue Ski-Saison:

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Sterneckstraße: Motorradfahrer... +++ - Regeln: Das müsst ihr beim Sam... +++ - St. Gilgen: Mann stirbt nach A... +++ - Bergheimer Modelleisenbahn Gru... +++ - Mobilfunkbetreiber warnen vor ... +++ - Nach Lkw-Unfall auf A10: Urste... +++ - NR-Wahl: Peter Pilz überlegt K... +++ - Mutmaßlicher Mord in Mattsee: ... +++ - Streit um Domain: Hervis siche... +++ - Salzburg bereitet sich auf Bes... +++ - Von Chruschtschow bis Macron: ... +++ - Taxham: Unbekannter bedroht Bu... +++ - NR-Wahl: Schnell-Partei tritt ... +++ - Schwerer Radunfall auf Großglo... +++ - Streit an der Sommerrodelbahn ... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen