Anna Fenninger siegt im Sölden-RTL ex aequo mit Shiffrin

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Den ersten Saisonsieg teilen sich Anna Fenninger (Mitte) und Mikaela Shiffrin (links).
Den ersten Saisonsieg teilen sich Anna Fenninger (Mitte) und Mikaela Shiffrin (links). - © APA/Jäger
Der Damen-Riesentorlauf in Sölden hat am Samstag zwei Siegerinnen, Premieren sowie einen ÖSV-Triumph gebracht. Anna Fenninger und Mikaela Shiffrin (USA) kamen nach beiden Durchgängen zeitgleich als Erste ins Ziel. Dritte wurde Eva-Maria Brem vor ÖSV-Teamkollegin Kathrin Zettel auf Platz vier. Fenninger sorgte für den ersten Sölden-Sieg der ÖSV-Damen seit 6 Jahren, Shiffrin für ihre RTL-Premiere.

Damit wurde das Auftaktrennen der Damen zum erwarteten Thriller zwischen Weltcup-Gesamtsiegerin Fenninger und der 19-jährigen Slalom-Weltmeisterin und Olympiasiegerin aus den USA. Dass dieses Auftakt-Rennen hinten Rekord-Rückstände, aber vorne gleichzeitig auch den knappest-möglichen Ausgang brachte, ist in Sölden nichts Neues. Zwölf Jahre davor hatte es am Rettenbachferner sogar drei Siegerinnen gegeben.

Schwierige Bedingungen in Sölden

Nach dem heftigen Wintereinbruch zur Wochenmitte mit einem Meter Neuschnee auf der Rennpiste fanden die Damen beim Gletscher-Start vor 13.000 Zuschauern schwierige Bedingungen vor. Bei diffuser Sicht waren die zahlreichen Schläge schwer zu sehen, auch die 3.000 m Seehöhe und die Länge des vor allem im ersten Lauf sehr eng gesetzten Kurses machte den Mädchen zu schaffen.

Schon nach Lauf eins ging es zwischen den beiden Olympiasiegerinnen Fenninger und Shiffrin knapp her, die Amerikanerin ging mit neun Hundertstel Vorsprung als Halbzeitführende in die Entscheidung. Dort schien die Gewinnerin von neun Weltcup-Slaloms schon alles verloren zu haben, im flachen Schlussteil drehte der Teenager aber nochmals groß auf.

Anna Fenningers Siegesserie hält

Am Ende jubelte das Riesen-Talent über seinen ersten RTL-Sieg auf der Weltcup-Tour. Fenninger wiederum sorgte nicht nur für den ersten ÖSV-Sölden-Sieg seit Kathrin Zettel 2008. Als erste seit der Schwedin Anja Pärson vor zehn Jahren und als erste Österreicherin seit Annemarie Moser Pröll vor 40 Jahren gewann die Super-G-Olympiasiegerin fünf Riesenslaloms in Folge.

 

Sie hat es geschafft: Anna Fenninger jubelt über den ersten Sieg der Saison. / APA/Techt Sie hat es geschafft: Anna Fenninger jubelt über den ersten Sieg der Saison. / APA/Techt ©

“Es gibt nichts Besseres, als die Saison mit einem Sieg zu beginnen”, jubelte Fenninger über ihr erstes Sölden-Podest. “Aber die Saison ist sehr lange. Im Moment bin ich in erster Linie mal froh, einen guten Start hingelegt zu haben”, sagte die 25-Jährige, die ihr neuntes Weltcuprennen gewann, das achte im Riesentorlauf. “Ich bin extrem stolz, dass ich dort ankommen bin, wofür ich immer gekämpft habe. Heute vor dem Start war ich extrem nervös.”

Herschlagfinale im RTL: Fenninger vs. Shiffrin

Shiffrin sprach von einem “Herzschlagfinale” und jubelte über ihren ersten RTL-Sieg. “Ich habe so lange dafür gearbeitet. Anna hat es mir so schwer gemacht, es ist ein Traum, mit ihr am Podest zu stehen”, sagte der Teenager. Natürlich war das auch eine Kampfansage in Richtung Gesamtweltcup. “Aber man muss jetzt einmal die nächsten Rennen abwarten.”

Obwohl sich nur fünf der zehn Österreicherinnen für das 30er-Finale qualifizierten, endet der Gletscher-Auftakt für die ÖSV-Damen mit einem Riesen-Erfolg. Die Tirolerin Brem (“Meine Ergebnisse im Vorjahr waren befreiend”) setzte ihren Aufwind der Vorsaison fort und fuhr zum vierten Mal in Serie in die Top-Vier.

Platz Vier ist Zettel “wurscht”

Und zum dritten Mal hat Zettel das Podest um nur zwei Hundertstel verpasst. “Aber das ist mir heute wurscht”, sagte Österreichs erfolgreichste Sölden-Starterin. “Ich habe im flachen Schlussteil so viel Zeit liegen lassen. Ich weiß, was noch alles drin ist”, meinte Zettel, die als bis Samstag letzte Österreicherin 2008 hier gewonnen hatte.

Vorjahres-Siegerin Lara Gut (SUI) schied diesmal nach schwacher Leistung aus, die dreifache Sölden-Gewinnerin und Olympiasiegerin Tina Maze (SLO) vermasselte überhaupt alles und wurde nur 22. Die steirische ÖSV-Allrounderin Ramona Siebenhofer kam trotz gerade erst überstandener Operation und hoher Startnummer 57 auf Platz 20, Andrea Fischbacher fuhr mit Nummer 46 sogar auf Rang 13.

“Das war weit mehr als erwartet”, freute sich auch ÖSV-Damenchef Jürgen Kriechbaum. “Man hat gewusst, dass unsere drei gut in Form sind. Mir hat besonders gut gefallen, dass sie engagiert und mit vollstem Einsatz ans Werk gegangen sind.” (APA)

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