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Neuer Syrien-Gesandter Annan fordert Kooperation

Der Syrien-Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan, hat alle Konfliktseiten zur Kooperationsbereitschaft aufgerufen. Alle Seiten sollten den neuen Anlauf der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga unterstützen, "der Gewalt und den Menschenrechtsverletzungen ein Ende zu setzen", forderte Annan in einer Erklärung.

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Der 73-jährige Ghanese Annan, Vorgänger von Generalsekretär Ban, wurde am Donnerstag zum gemeinsamen Sondergesandten der UNO und der Arabischen Liga für Syrien ernannt. Er soll einen Stellvertreter aus der arabischen Welt zur Seite gestellt bekommen. Das russische Außenministerium begrüßte die Ernennung Annans und erklärte sich zu einer "engen Zusammenarbeit" mit ihm bereit.

Der tunesische Präsident Marzouki hat Assad vorgeschlagen, mit seiner Familie nach Russland ins Exil zu gehen. Der oppositionelle Syrische Nationalrat will eine kollektive Führung für das Land einsetzen. Einer Übergangsregierung sollten Politiker, Militärs und andere Experten angehören.

Nach dem ersten Treffen der neuen Syrien-Kontaktgruppe haben sich mehrere Oppositionelle enttäuscht geäußert. Auch die tunesischen Gastgeber der Konferenz der Freunde Syriens wurden kritisiert, weil sie sich strikt gegen jede Art von Militärintervention und gegen die Bewaffnung der Deserteure aussprachen.

Unter Protest verließ der Außenminister von Saudi-Arabien die Konferenz. Prinz Saud al-Faisal habe damit deutlich machen wollen, dass es falsch sei, sich nur auf die Frage der humanitären Hilfe zu konzentrieren, hieß es.

US-Außenministerin Clinton sagte indes zur Bekämpfung der humanitären Notlage zehn Millionen Dollar (7,5 Millionen Euro) zu. Das Geld solle zur Unterstützung provisorischer Krankenhäuser, zur Ausbildung von Rettungskräften und zur Versorgung bedürftiger Zivilisten mit Wasser, Essen, Decken und Heizungen eingesetzt werden, sagte Clinton am Freitag bei der Konferenz in der tunesischen Hauptstadt.

Nothelfer des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds begannen am Freitag in der umkämpften syrischen Stadt Homs, verletzte Menschen zu versorgen. Das bestätigte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.



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