7. Juli 2012 22:04; Akt.: 8.07.2012 09:10

Annan räumte Scheitern seiner Syrien-Mission ein

Der internationale Syrien-Vermittler Kofi Annan hat das Scheitern seiner bisherigen Bemühungen um ein Ende der Gewalt in Syrien eingeräumt. Es seien bereits große Anstrengungen unternommen worden, um die Krise auf “friedliche und politische Weise” beizulegen, sagte der frühere UNO-Generalsekretär der französischen Tageszeitung “Le Monde” vom Sonntag.

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“Offenkundig haben wir es nicht geschafft. Und vielleicht gibt es auch keine Garantie dafür, dass wir es schaffen werden”, fügte der Friedensnobelpreisträger hinzu. Es stelle sich jedoch die Frage nach den Alternativen zu weiteren diplomatischen Bemühungen. Der syrische Minister für nationale Versöhnung, Ali Haidar, der Ende Juni als einer von zwei Oppositionellen in die Regierung berufen wurde, will indes jedem heimkehrwilligen Oppositionellen freies Geleit garantieren.

Libanesische Armee in Alarmbereitschaft

Nach einem Artillerieüberfall aus dem benachbarten Syrien mit fünf Toten wurde die libanesische Armee am Samstag in Alarmbereitschaft versetzt. Die Heeresverbände im Raum Wadi Khalid seien in höchster Bereitschaft, um gegen jede Grenzverletzung vorzugehen, hieß es. Staatspräsident Sleimane ließ eine Untersuchung anordnen und erklärte den Schutz der Zivilbevölkerung zur “obersten Priorität”.

Nach Augenzeugen waren mehrere Dörfer im Nordlibanon am Morgen unter Beschuss gekommen. Fünf Menschen wurden getötet, zahlreiche weitere nach Angaben von Einwohnern verletzt. Es seien Mörsergranaten in Bauernhäuser fünf bis 20 Kilometer von der Grenze entfernt eingeschlagen. Zuvor hätten Rebellen aus Syrien die Grenze überquert, um sich im Libanon in Schutz zu bringen.

Syrien hatte zuletzt Saudi-Arabien beschuldigt, Unruhen im Nordlibanon mit “Waffen und Söldnern” zu schüren. Saudi-Arabien hatte seinerseits dem syrischen Präsidenten Assad vorgeworfen, auf einen konfessionellen Bürgerkrieg im Libanon hinzuarbeiten.



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